Hast Du Probleme mit Deinem Schlaf? Kannst Du nicht einschlafen oder liegst Du nachts oft wach?
Um für Dich zu klären, wie man besser schlafen kann, war ich in der Schlafschule Unna. Ich treffe mich dort mit Dorothe Schabsky und Konstanze Wortmann. Zu dem Team der Schwestern und Geschäftspartnerinnen gehört noch Sabine Grimm; sie ist aber heute nicht dabei.
Wir alle kennen uns noch nicht, aber ich fühle mich dort gleich wohl. In dem gemütlichen Raum mit dicken, gemütlichen Teppich ist es direkt total entspannt. Was für eine Wohltat! Es gibt einen Kräuertee und dann geht es auch schon los mit meinen Fragen.

Was ist überhaupt guter Schlaf?
Mich interessiert zunächst, was ist überhaupt guter Schlaf? Muss man so schlafen wie alle oder gibt es da auch viele unterschiedliche Varianten?
„Guter Schlaf ist ganz individuell“, sagt Konstanze. Gut geschlafen hat man, wenn man gut eingeschlafen ist und Tiefschlafphasen hatte. Dass man nachts öfter wach wird, ist ganz normal. Man erinnert sich nur nicht, wenn der Wachzustand kürzer als drei Minuten war.
Interessant fand ich, dass die Menschen früher ganz anders geschlafen haben als wir. Konstanze erklärt, dass der Mensch früher „fraktioniert geschlafen“ hat. Das heißt: Man ging bei Sonnenuntergang mit den Tieren schlafen und wurde nach vier bis fünf Stunden wieder wach. Dann stand man auf, fütterte ggf. schon die ersten Tiere, quatschte mit dem Nachbarn und legte sich am frühen Morgen wieder hin. Es gab also den ersten und den zweiten Schlaf. Das änderte sich dann, als das elektrische Licht erfunden wurde.
So gilt es z. B. auch nicht als Schlafstörung, wenn man nachts nicht schläft, den Schlaf aber tagsüber nachholen kann.
Auch der Schlafbedarf ist ganz individuell. Manche Menschen brauchen nur gute drei Stunden Schlaf, andere über neun. Drei und neun ist eher selten, die meisten Menschen brauchen irgendwas zwischen 7 und 8 Stunden.
Das Problem Schlafstörungen
Die Zahl der Menschen, die Probleme haben, gut zu schlafen steigt in Deutschland immer weiter an. Die Folge von Schlafstörungen sind massive Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Diabetes, Depressionen und Angststörungen. Keine schöne Vorstellung…
Für Schlafstörungen gibt es verschiedene Gründe:
- Ein kritisches Lebensereignis (In der Beziehung, Stress im Job, Tod eines nahen Angehörigen, o. ä.), die dazu führt, dass man eine Zeit lang nicht richtig schläft und dann verfestigt sich die ungünstige Schlafgewohnheit
- Eine viel zu überreizte Alltagsgestaltung – zu viel Arbeit für zu wenig Zeit – und schlechte Gewohnheiten wie zu viel Rauchen, Kaffee, schlechte Ernährung, viel Medienkonsum, ständige Überforderung, keine Anerkennung im Job, etc.
- Schlechter Schlaf kann auch das Begleitsymptom einer ernstzunehmenden psychischen Erkrankung sein
Die Menschen, die in die Schlafschule Unna kommen, sagen meist, sie haben schon alles versucht, aber sie bekommen ihre Schlafprobleme nicht in den Griff. Für sie hat sich die Schlafstörung schon so verfestigt, dass sie Angst vor der nächsten Nacht haben. Und diese Angst wird dann zum eigentlichen Problem.
Viele Menschen v…


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