Ich hab die Woche festgestellt, wir sind wirklich mittendrin im Herbst. Viele Bäume sind bunt gefärbt, einige wenige haben schon ihr kompletten Laub abgeworfen und manche sind noch fast grün. Und ich lieb es so! Ich mag die gemütlichen Dinge am Herbst, aber auch die Draussenzeiten mit dem bunten Laub. Was mich diese Woche alles glücklich gemacht hat, hab ich wie immer für dich zusammengestellt. Zum Inspirieren und Mitfreuen.
Und bevor wir starten, noch schnell ein ganz herzliches Dankeschön an alle Steady-Mitglieder, die das möglich machen, dass ich die Glücksmomente hier weiter so anbieten kann. Ihr seid die Besten! ❤️

Nature Journal Club Treffen
Am Samstag hat sich wieder der Nature Journal Club Dortmund getroffen. Und das war echt sehr schön! Wir waren diesmal nur zu dritt und haben so noch mal eine andere Art des gemeinsamen Journalns erlebt.
Wir sind gemeinsam durch den herbstlichen Park gestreift und haben die wundervolle Laubfärbung betrachtet.

Unterwegs haben wir immer wieder angehalten, weil wir Eichhörnchen beobachten konnten. Die hab ich aber leider nur auf einem Video festgehalten, insofern musst du hier noch mal ins bunte Laub schauen. Ist auch nicht so schlecht, oder? 😉

Gesucht haben wir aber nach Pilzen, die diesen Monat Thema waren. Und die haben wir auch gefunden.
Diese kleinen Saftlinge leuchteten wie kleine Orangen aus dem grünen Gras.

Und eine Wiese war komplett voll mit diesen kleinen Tintlingen.

Außerdem hatten wir Freude am Lebkuchenbaum (offiziell heisst er Japanischer Kuchenbaum), der eigentlich vergleichsweise unscheinbar ist. Seine Blätter erinnern ein wenig an Haselnuss- oder Lindenlaub.

Allerdings kommt jetzt im Herbst seine große Stunde, wenn er seine Blätter abwirft und diese bei feuchtem Wetter duften wie Lebkuchen (daher der Name).
Wenn du also die Tage in einem Park unterwegs bist und du meinst, du riechst Lebkuchen oder Popcorn, bist du nicht verrückt, sondern hast vermutlich einen solchen Baum in der Nähe. 😉

Sensibilität und Selbsterkenntnis
Ich habe dieses Jahr sehr viel über mich selbst gelernt. Das war mein Jahresziel und das gelingt mir auch grad ganz gut, weil ich mir grad viel Raum für mich nehme.
Schon lange weiß ich, dass ich sensibler bin als viele andere Menschen. Das heißt, ich spüre Emotionen anderer Menschen sehr viel mehr, meine Intuition ist sehr ausgeprägt und ich nehme auch bestimmte Reize wie z. B. Geräusche intensiver wahr.
Und diese Sensibilität kann Fluch und Segen gleichzeitig sein: Ich habe feinere Antennen und eine besondere Wahrnehmungsgabe, bin aber dadurch auch schneller erschöpft. Und damit bin ich nicht alleine. Man geht davon aus, dass etwa 20 bis 30 % der Menschen “hochsensibel” sind. Wie das konkret ausgeprägt ist, ist sehr individuell. Hochsensible können z. B. besonders empfänglich für Geräusche, Temperaturen, Gerüche, Berührungen oder auch für Emotionen anderer Personen sein.
Als Kind und Jugendliche hab ich mir immer ein dickeres Fell gewünscht, aber das kann man sich leider nicht antrainieren. Und auch als Erwachsene war ich oft unzufrieden mit mir, weil ich an manchen Stellen nicht so leistungsfähig war wie andere. Messen und Netzwerkveranstaltungen fand ich immer sehr anstrengend und fand mich oft doof dafür, dass sie mich so viel Energie kosteten, wo andere solche Events gefühlt mit links wuppten.
Bei mir kommt noch hinzu, dass ich introvertiert bin wie geschätzt etwa 30 bis 50% der Menschen. Introvertiert ist nicht gleichzusetzen mit schüchtern. Das bin ich nämlich nicht. Es bedeutet nur, dass Introvertierte im sozialen Kontakt eher Energie verlieren und anschliessend Alleinzeit zum Auftanken brauchen und Extrovertierte ziehen ihre Kraft aus Begegnungen.
Da unsere Gesellschaft eher die offensiveren, toughen Menschen feiert, hab ich mich mit meinem empfindsamen Charakter oft verkehrt gefühlt.
Ich habe lange versucht, meine Introversion und Sensibilität zu übertünchen und hab versucht, “ordnungsgemäß zu funktionieren”. Weil es im Job so gefordert war und weil die Rahmenbedingungen auch nichts anderes ermöglicht hätten. Heute weiß ich, dass das keine gute Entscheidung war und ich mir selbst damit keinen Gefallen getan habe.
Jetzt habe ich mich die letzten Wochen noch mal intensiv mit dem Thema Sensibilität beschäftigt und habe dabei viel gelernt. Über mich, wie ich besser für mich sorgen kann und vor allem konnte ich endlich wirklich annehmen, dass ich eben so bin wie ich bin. 😉
Ich teile das hier mit dir, weil ich mir sicher bin, dass es auch gerade hier bei den Glücksmomente-Lesenden noch mehr Menschen gibt, die dieses Persönlichkeitsmerkmal haben und damit beschäftigt sind. Wenn du auch dazu gehörst, habe ich einen Tipp für dich. Und zwar das Buch “Lebe deine Sensibilität” von Jessica Stellwag. Sie ist Coach und hat sich auf die Begleitung hochsensibler Menschen spezialisiert. Ich habe bislang schon verschiedene Bücher zu dem Thema gelesen, aber dies war für mich das wertvollste. Sehr warm, wertschätzend und mit vielen hilfreichen Übungen. Für mich ein ganz großer Gewinn!
“Lebe deine Sensibilität kannst du z. B. bei Thalia* oder geniallokal* kaufen.

Draußen
Ich liebe die trüben Tage gerade sehr! Für mich sind sie der perfekte Rahmen, um mich zuhause einzumuckeln und es mir gemütlich zu machen. Und nebenbei ist das auch das optimale Setting für solche intensiven Prozesse, wie ich sie oben beschrieben habe. 😉
Zwischendurch geht es aber natürlich auch raus! Zum einen, weil Lise das so einfordert. Zum anderen aber auch, weil ich dank meines Naturzeit-Programms so viele schöne Anregungen habe, mich auch bei trübem Wetter auf den Weg in die Natur zu machen. (Ich halte es nämlich so, dass ich die Impulse auch selber noch mal mitmache.)
Und so hab ich zum Beispiel diese Woche noch mal bewußt richtig Lebenskraft da draussen getankt, was mir sehr gut getan hat. Und ich nehme die Natur einfach noch mal viel bewußter wahr und verankere mich so im Hier & Jetzt. Grad in diesen unsicheren Zeiten hilft mir mein eigenes Programm sehr dabei, mich wieder zu erden.
Außerdem war ich an einem trüben Morgen an der Hohensyburg und hab dort die wunderschöne Kombination von Nebel und buntem Laub genossen.
Der Blick ins Ruhrtal ist einfach immer toll.

Außerdem feiere ich gerade so sehr die vielen Pilze, die überall aus dem Boden kommen. So wie z. B. dieses riesige Exemplar eines “Spitzschuppigen Stachel-Schirmlings” (So sagt jedenfalls die App.), der plötzlich einfach da war. Irre, oder?

Und noch ein Tipp für dich: Wenn du nach der Arbeit noch mal raus in die Natur willst, dann sieh zu, dass du das kommende Woche noch mal auskostest. Kommenden Sonntag, am 26. Oktober, werden die Uhren wieder umgestellt und dann ist es zwar morgens wieder eine Stunde früher hell, aber dafür abends eine Stunde eher dunkel. Und dann wird es für viele mit den typischen Arbeitszeiten schwerer, unter der Woche noch raus zu kommen.
Freundinnenzeit
Am Freitag hatte ich Freundinnenzeit mit Martina. Wir waren im Torhaus am Möhnesee und haben dort lecker zu mittag gegessen. Danach haben wir einen Spaziergang in die Pilze gemacht und haben auf Fliegenpilze gehofft. Und wir haben so viele gefunden, dass wir schier ausgeflippt sind vor Freude!
Es gab ganz kleine …,

… riesengroße…

… und hübsche Grüppchen.

Wir waren so happy über unsere Fotoausbeute, dass wir anschliessend ganz erfüllt noch mal ins Torhaus eingekehrt sind und uns noch ein Stück Kuchen gegönnt haben. 😉
Ein wirklich toller Nachmittag!

Dankbarkeit
Wenn du hier schon länger mit liest, weißt du, dass ich viel handschriftlich schreibe und notiere. In der Vergangenheit habe ich immer wieder auch ein Dankbarkeitstagebuch geführt und fand das ausgesprochen hilfreich. In letzter Zeit sind diese Notizen aber irgendwie untergegangen, weil ich die Art meiner Aufzeichnungen umgestellt habe. Und irgendwie dachte ich jetzt, ich muss das mal wieder expliziter und per Hand aufschreiben.
Ja, ich schreibe zwar jede Woche meine Glücksmomente ins Internet, aber zum einen ist das nicht so kompakt wie drei bis fünf Spiegelstriche pro Tag und zum anderen gibt es ja auch die ein oder andere Sache, die hier nicht vorkommt. Insofern hab ich mir eine kleine DIN A6 Kladde genommen, die noch im Schrank lag und da schreib ich jetzt wieder täglich rein, was mir Freude gemacht hat, worauf ich stolz bin oder auch was mir gut gelungen ist. Diese zwei Minuten am Abend sind ein toller Tagesabschluss. Ich richte meinen Fokus vor dem Schlafen noch mal auf das, was am Tag schön war und wenn ich jetzt nach ein paar Tagen in das Heft schaue, ist das einfach eine wunderbare Sammlung an schönen Momenten.
Kann ich sehr empfehlen. 😉

Abendroutine
Und wo wir grad beim Tagesabschluss sind, passt auch das Thema Abendroutine ganz gut: Ich hab da noch mal gute Routinen für mich gefunden, die mir den Übergang in die Nacht erleichtern.
Ich möchte gerne die letzten ein, zwei Stunden vor dem Schlafen keine aufregenden Themen mehr sehen und hören, die mein System wieder hochfahren. In diesen krisenhaften Zeiten macht es sehr viel Sinn, die vielfach schlechten Nachrichten auf bestimmte Tageszeiten zu beschränken und sich Zeiträume zu schaffen, wo wir wirklich mal runterkommen dürfen.
Ich profitiere sehr davon, mir diese Auszeit direkt nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen zu nehmen. So hab ich den Fokus am Morgen erst mal auf das, was mir wichtig ist. Und am Abend komm ich so besser in den Schlaf und meine Nächte sind auch erholsamer.
Meine Abende sehen jetzt in der dunklen Jahreszeit so aus, dass ich relativ früh ins Bett gehe und mich dann langsam auf die Nacht eingroove. (Man kann das aber natürlich auch auf der Couch oder im Sommer auf der Terrasse machen.)
Ich schreibe noch ein paar Stichpunkte in mein 5-Jahrestagebuch “Some lines a day” und in mein Dankbarkeitstagebuch (s. o.). So lasse ich den Tag noch kurz Revue passieren.
Danach mag ich es, noch ein Stündchen ein leichtes Buch zu lesen und dann sanft wegzudämmern.
Am liebsten mag ich zum Einschlafen eBooks, weil der eReader beleuchtet ist und ich das Licht dann schon ausmachen kann. Außerdem ist der eReader leichter und man muss kein Lesezeichen reinstecken. Insofern finde ich eBooks perfekt, um vom Lesen direkt in den Schlaf überzugehen ohne noch irgendwas machen zu müssen.
Alternativ oder auch ergänzend hab ich mich wieder an die Idee der Einschlaf-Podcasts erinnert. Früher hatte ich mal eine Weile den “Einschlafen Podcast” gehört. Toby Baier erzählt darin von unterschiedlichsten Themen, die einen sanft in den Schlaf begleiten. Und das funktioniert wirklich gut.
Es gibt aber auch noch ähnliche Podcasts zum Einschlafen, die der 6-Minuten-Verlag in einem Blogpost zusammengestellt hat. Ich hab noch den Podcast “Philosophie zum Schlummern” gefunden. Den finde ich auch ganz gut und hatte gehofft, ich könnte so noch ein bißchen Wissen über Seneca mitnehmen. Aber ich war so schnell weggedämmert, dass da nichts mehr ankam. Schade für meine Bildung, aber gut für den Schlaf. 😉
Ich merke wirklich, wie gut es mir tut, mir dieses reizarmen Zeiträume zu gönnen.

Lieblingsgerichte
Bei mir gab es diese Woche wieder ein paar leckere Herbstgerichte:
- Rosenkohl mit Äpfeln, Honig und Orange aus dem Ofen
- Ein gelbes Blumenkohl-Kartoffel-Curry (dafür hab ich diesmal Romanesco-Blumenkohl genommen statt regulärem. Wieso hab ich eigentlich immer gedacht, Romanesco wäre ein Salat?)

- Und es gab frischen Milchreis mit selbstgemachtem Apfelmus. Ich hatte von Freunden Äpfel aus dem Garten geschenkt bekommen und dachte, daraus mache ich Apfelkompott und Milchreis. So lecker und bestes Soulfood!

- Außerdem hab ich beim Rewe was Neues entdeckt: Rewe hat sein einiger Zeit ein Eis im Sortiment, das ein wenig an Ben & Jerrys erinnert, aber deutlich günstiger ist. Ich esse davon zwischendurch gerne mal das “Bakery Cake”. Das ist Vanille-Schokolade mit Plätzchenteig und Browniestückchen und ich mag das sehr gerne. Nun hab ich gesehen, dass es auch “Nuss-Nougat” gibt, hab es gekauft und bin hin und weg. 🙂

Gelesen, geguckt, gehört
Bücher
Neben dem Sensibilitätsbuch von oben habe ich noch das neue Buch von Hape Kerkeling “Gebt mir etwas Zeit” ausgelesen. Er erzählt darin von den Ergebnissen seiner Stammbaum-Recherche und von seinem eigenen Weg.
Ich fand’s recht unterhaltsam und hab’s gerne gelesen.

Mediatheken & Youtube
- In der ARD-Mediathek lässt sich das aktuelle Bühnenprogramm von Johann König ansehen. Ich habe sehr viel Spaß damit gehabt. Hier geht’s zur Mediathek.
Podcasts
- Kathie Kleff ist mit ihrem Podcast “Get happy” aus der Sommerpause zurück. Ihr Gespräch mit der Coachin Lotta Katharina Laabs hat mir sehr gut gefallen. Der Titel der Folge lautet “From hard work to heart work”. Es geht darin um authentische berufliche Wege, aber auch um inneres Wachstum. Lotta war bereits vor einem Jahr zu Gast und auch diese Folge hatte ich damals gleich zwei mal angehört, weil ich sie so inspirierend fand. Das Gleiche gilt für dieses Gespräch. Ich finde es super, für alle, die mit ihrer Arbeit nicht glücklich sind und einen anderen Weg suchen. Übrigens gibt es den Podcast jetzt neuerdings auch bei Youtube als Video für all die, die lieber gucken als nur zuhören.
- Matze Hielscher hatte die Krebsforscherin Dr. Hanna Heikenwälder zu Gast. Sie sprechen gute zwei Stunden darüber, wie Krebs entsteht und wie viel man auch tun kann, um zu verhindern, selber welchen zu bekommen. Dabei geht es auch viel um Gesundheit allgemein. Ich fand das Gespräch sehr interessant. Es ist keine leichte Unterhaltung, weil das Thema natürlich beängstigend ist und auch weil die Infos, was für Gesundheit sorgt, uns auch schnell wieder mit unserem inneren Schweinehund in Verbindung bringt. Dennoch empfehlenswert für alle, die grad Bedarf oder einfach Lust drauf haben.
Glücks-Quickies
Und zuletzt noch ein paar weitere Punkte, für die ich diese Woche dankbar war:
- Mich beim Yin Yoga vollkommen entspannt zu haben.

- Mal wieder Brot in der Holzofenbäckerei gekauft zu haben. Ich hab mir ein Walnussbrot und einen Apfel-Zimt-Stuten gegönnt und hatte herrliche Frühstücke damit.
- Für schöne morgendliche Hunderunden in angenehmer Begleitung.
- Für die regelmässigen Mittwochsmorgen-Dates bei “Nature Journaling & Coffee”. Verena streamt dabei per Youtube und wir journaln alle gemeinsam eine zuvor festgelegt Art. Diesen Monat beschäftigen wir uns mit Laubbäumen und ich lieb es einfach. Diese Woche war die Linde dran.

So, das waren die Glücksmomente meiner Woche.
Zum Schluss noch mal ein dicker Dank an alle, die meine Glücksmomente als Mitglied unterstützen. ❤️
Und wenn du noch nicht dabei bist, dann sei doch auch gerne dabei und unterstütze meine Arbeit hier – quasi mit ein oder zwei Kaffes für mich im Monat. Du bekommst dann zusätzlich exklusiv jeden Sonntag einen Wochenimpuls in dein Postfach und hast Zugang zu weiteren tiefergehenden Inhalten. Hier findest du alle Infos dazu.
Und jetzt wünsche ich dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für dich – love & peace!
Deine Maike
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