Schon seit über neun Jahren stelle ich auf meinem Blog jeden Samstagmorgen meine Glücksmomente der Woche zusammen. Und ich hätte überhaupt nicht gedacht, dass dieses Format so lange tragen würde. Aber offenbar macht es vielen Menschen Spaß daran teilzuhaben und das freut mich sehr! Legen wir doch direkt los!
Ein dickes Danke geht wie immer an meine Steady-Mitglieder, die mich hier unterstützen. Ihr seid die Besten! ❤️
Plötzlich Sommer
So, nach diesen vielen kalten und regnerischen Tagen ist hier in Dortmund am Donnerstag kurz der Frühling durchmaschiert und seit Freitag ist dann wohl Hochsommer. 😉
Und auch, wenn ich gerne einen schönen, ausgedehnten Frühling mit Temperaturen um die 20 Grad gehabt hätte, freu ich mich, dass ich jetzt endlich wieder auf meiner Terrasse sitzen kann.

Und plötzlich ist sie wieder da: Die Frage, was zieht man denn noch mal an, wenn es so warm ist? Die Antwort ist wohl: Wenig. 😉
Meine geschlossenen Hauspuschen sind im Schrank verschwunden, dafür sind jetzt wieder Flip Flops und Sandalen angesagt. Die Jacken dürfen an der Garderobe hängen bleiben und man kann wieder im Kleid raus gehen. Wunderbar!

Statt des heißen Kaffees gibt es jetzt wieder Iced Coffee Latte: Ein doppelter Espresso auf Eiswürfeln, aufgefüllt mit kalter Milch.

Zum Frühstück gab es diese Woche im Müsli die ersten Nektarinen der Saison.

Bella Italia
Und weil es so gut zum Sommer passt, waren Martina und ich am Freitag bei Mama Mia mittagessen. Wir haben schön draussen auf der sommerlichen Terrasse gesessen und haben eine feine Pizza und Salat gegessen. Darauf hatte ich mich schon die ganze Woche gefreut und das war echt lecker. Und weil es so schön war, hab ich mir dann anschliessend noch einen Affogato, also einen Espresso mit einer Kugel Vanilleeis, als Dessert gegönnt.
Ein schöner Start ins lange Wochenende!

Im Anschluss hab ich mich zuhause mit der Musik meiner Playlist „Urlaub in Italien“ ein Stündchen im Liegestuhl zur Siesta auf die Terrasse gelegt.
Innere Prozesse
In mir arbeitet derzeit noch mal einiges. Ich merke, dass ich nach und nach immer noch mal Sachen abstreife, die gar nicht (mehr) zu mir gehören und das tut so gut. Quasi wie eine Zwiebel, die sich pellt. Ich nehme heute viel mehr wahr als früher, habe bestimmte Muster erkannt und werde mir selbst immer ähnlicher.
Ich war früher so viel im Außen unterwegs, habe mir die Tage so vollgepackt, dass ich auch gar nicht in Gefahr geriet, mir selbst zu begegnen. Vor weit über 20 Jahren hab ich mich da auf den Weg gemacht. Habe mir immer mal wieder Phasen der Selbsterkundung genommen. So wurde es im Laufe der Jahre immer leichter, mir selbst auf die Schliche zu kommen. Und in den letzten Monaten hat sich da noch mal richtig viel getan.
Bei all dem geht es ja gar nicht um Selbstoptimierung, sondern viel mehr darum, alte Zuschreibungen von anderen und mir selbst loszulassen und der eigenen inneren Wahrheit zu folgen. Zu erkennen, wo ich regelmässig meine roten Linien übertreten habe, nicht gut für mich gesorgt habe, um den Erwartungen gerecht zu werden.
Es ging und geht darum, mit mir selbst in den Dialog zu treten und neugierig auf das zu sein, was mich wirklich ausmacht und was ich brauche. Nicht vorher festzulegen, was dabei rauskommen darf, auch wenn die Ergebnisse nicht immer meinen Wünschen entsprechen. Anzunehmen, was ist, und einen guten Weg zu finden, mein Leben entsprechend zu gestalten.

Um all dem Raum zu geben, achte ich heute viel mehr darauf, mir kurze Zwischenzeiten zu nehmen, in denen ich immer wieder mit mir einchecke und spüre, wie es mir grad geht. Diese kleinen Zwischenräume nicht ständig mit einem Blick auf’s Handy o. ä. zu füllen, sondern den kurzen Moment der Leere zuzulassen, der mir die Gelegenheit gibt, zu spüren, was grad ist. Und dann bei Bedarf auch mal tiefer zu schauen. Zu verstehen, was mir gut tut und was nicht. Dabei geht es sowohl um das, was im Außen passiert, als auch darum, wie ich über bestimmte Dinge denke.
Neben den kleinen Momenten im Alltag ist meine Zeit in der Natur für mich auch eine unglaublich wertvolle Ressource. Das ist für mich der perfekte Rahmen, wo sich Gedanken setzen dürfen, wo ich Erkenntnisse erlange und zur Ruhe komme.
Das gleiche gilt für Yoga. Auf der Matte spüre ich meinen Körper und werde wieder heimisch in mir. Ich werde kräftiger und spüre meine innerer Mitte wieder. Dazu hilft mir abseits der Matte die Philosophie des Yoga, mir die richtigen Fragen zu stellen.
Für mich ist all das über die Jahre zu einem sehr lehrreichen Prozess geworden. Das ist so wertvoll und ich bin mir grad selbst so dankbar dafür, dass ich mir den Raum dafür nehme.

Lieblingsgerichte
Bei mir gab es diese Woche u. a.:
- Noch mal zuckerfreies Banananenbrot mit Schokostückchen nach dem Rezept von Jules Menü. Ich hab diesmal auch noch ein paar Blaubeeren mit in den Teig geworfen und fand die Kombi seeehr lecker!
- Bratkartoffeln mit Spiegelei für Lise und mich.
- Dann hab ich noch einige winterlichen Vorräte abverbraucht, bevor der Sommer kam. Zum Beispiel hab ich den Rotkohl, der noch vakumiert im Kühlschrank lag, mit Kartoffelpürree und der selbstgemachten veganen Bratensosse aus dem TK verwertet.
Gelesen, geguckt, gehört
Bücher
Diese Woche hab ich gleich zwei gute Bücher beendet.
„Atlas der unbegangenen Wege“ von Melanie Wolfers und Andreas Knapp
Das Buch „Atlas der unbegangenen Wege“ ist ein großartiger Wegbegleiter durch größere Veränderungsprozesse.
Viele von uns haben die große Sehnsucht, etwas in ihrem Leben zu verändern und scheuen sich aber (noch), die alten Sicherheiten zu verlassen und zu Neuem, Unbekanntem aufzubrechen.
Andere widerum werden von außen in solche Krisen geschubst: Der Partner verlässt einen, der Job bricht weg, wir werden durch Krankheiten gebeutelt o. ä.
Parallel sehen wir Menschen, die sich etwas getraut haben oder die an Schicksalsschlägen gewachsen sind und vielleicht jetzt da sind, wo wir gerne wären. Bei ihnen sehen wir dann oft nur die tollen Ergebnisse; die großen Ängste und Unsicherheiten auf dem Weg sehen wir meist nicht.
Der „Atlas der unbegangenen Wege“ zeigt die verschiedenen Etappen solcher Prozesse auf. Jede einzelne Phase wird beschrieben und es hilft sehr, die doch meist sehr ähnlichen Strukturen solcher Lebensabschnitte zu erkennen. Melanie Wolfers und Andreas Knapp haben selbst zahlreiche solcher Umbrüche erlebt und verknüpfen eigene Erfahrungen mit hilfreichen Erläuterungen und wertvollen Reflexionsfragen.
Ich finde, ein wirklich sehr hilfreiches Buch für all die, die sich gerade in einer herausfordernden Lebenssituation befinden. Ich hab’s sehr gerne gelesen.
Das Buch kannst du z. B. bei Thalia*, Geniallokal*, der Autorenwelt oder ggf. gebraucht bei Medimops* kaufen.

„Vielleicht der schönste Sommer“ von Eleonore Holmgren
Dieser Roman erzählt die Geschichte des jungen Adam, der auf die schiefe Bahn geraten ist. Auf der schwedischen Insel Lindö bricht er in ein leerstehendes Ferienhaus ein, weil er nicht weiß, wo er sonst die Nacht verbringen soll. Dort trifft er am nächsten Morgen auf die 86-jährige Britta, die entgegen dem Wunsch ihrer Tochter noch einmal den Sommer hier in ihrem Haus verbringen möchte. Aus der zufälligen Begegnung der beiden entsteht nach und nach eine tiefe Verbindung.
Eine wirklich schöne, berührende Erzählung über Freundschaft, Chancen und persönliche Entwicklung.
Bei Thalia* und Geniallokal* ist der Roman nur noch als Hörbuch verfügbar, bei Medimops* kannst du ihn noch gebraucht erwerben. Ich hatte ihn in der Onleihe entdeckt und dort ausgeliehen.

Mediatheken, Youtube & Podcasts
- Kathie Kleff hatte in ihrem Podcast „Get happy!“ die Autorin, Diplompsychologin und Professorin Dr. Eva Asselmann zu Gast. Die beiden sprechen darüber, wie wir in dieser unruhigen Welt mehr Selbstwirksamkeit und innerer Ruhe finden können. Mochte ich sehr! Das Gespräch gibt’s zum Gucken hier bei Youtube oder auch per Podcast in deiner jeweiligen App.
- Der Soziologe Hartmut Rosa hat ins „Hotel Matze“ eingecheckt. Matze Hielscher und Rosa sprechen über den Zustand unserer Gesellschaft und warum wir zunehmend erschöpfter werden. Das hat mir gut gefallen. Hier kannst du das Gespräch bei Youtube ansehen. Oder du hörst es als Podcast auf deiner entsprechenden Plattform.
Glücks-Quickies
Und zuletzt noch ein paar weitere Punkte, für die ich diese Woche dankbar war:
- Dass am Dienstag endlich die Mauersegler zurück waren.
- Diese Woche viel geschafft zu haben.
- Viele gute Yogaeinheiten, die diese Woche etwas knackiger ausfielen.
- Morgens mit einem Kaffee im Bett zu schreiben und den kleinen Hund schlafend neben mir zu haben.
- Abends wieder auf der Couch bei offenem Fenster zu sitzen und den Amseln und Mauerseglern zuzuhören.
- Über die erste Nacht in meinem frisch bezogenen Sommer-Bett.
- Schöne Hunderunden – alleine oder mit lieben Menschen und Hunden.

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Und jetzt wünsche ich dir ein schönes, langes Pfingstwochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für dich – love & peace!
Deine Maike
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Zur Auswahl der Buchshops:
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Ich verlinke dir hier die deutsche Buchhandelskette Thalia, die du sicher kennst. Genialllokal ist ein Zusammenschluss lokaler, inhaber:innengeführter Buchhandlungen. Da kannst du dir eine nahe gelegene Buchhandlung aussuchen, wo du die Bücher vor Ort abholen kannst oder du suchst dir einfach irgendeine raus und lässt dir die Bücher bequem und Porto-frei nach hause schicken. Bei Medimops kannst du Bücher gebraucht kaufen und so Geld sparen. Bei den drei vorgenannten erhalte ich eine kleine Provision, wenn du meinem Link folgst und dort etwas kaufst. Die Autorenwelt verlinke ich, weil sie sich für Autor:innen einsetzt und einen Teil der Einnahmen an sie weitergibt.


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