Liebe zu Büchern

Die glückliche Wiederentdeckung: Meine Liebe zu Büchern

Kennst Du das auch, dass Du Dich zwischendurch in die Zeit zurück wünschst, in der Du noch regelmäßig ein Buch gelesen hast? Oder war Lesen nie so Deins? Oder hast Du das Glück, Dir Deine Zeit zum Lesen immer noch nehmen zu können?

Lesen als Kind – Mein Tor zur Welt

Obwohl ich als Kind viel draussen war, habe ich als Ausgleich regelmässig unsere kleine Stadtbücherei aufgesucht. Jede Woche war ich da und habe die ausgelesenen Bücher zurück gebracht und neue mitgenommen. Und dann wurden die Abende immer lang. Obwohl ich eigentlich schon schlafen sollte, mußte ich immer „noch dieses eine Kapitel“ zu Ende lesen.

Schon als Kind war ich sehr wißbegierig (was für ein schönes, altmodisches Wort! <3), wollte raus aus unserer kleinen Welt, wollte andere Menschen, andere Geschichten entdecken. Das ermöglichten mit die Bücher.
Ich hab mich als Kind beim Lesen in fremde Welten begeben, habe viel gelernt, vieles „erlebt“ und viele Happy Ends gehabt. War das schön!

Liebe zu Büchern

Wo waren sie hin, die Bücher?

Irgendwann hab ich das dann verloren. Plötzlich hatte ich keine Bücher mehr auf dem Nachttisch liegen. Irgendwie war mein Leben so trubelig geworden, dass ich nach der Arbeit und auch am Wochenende nicht mehr die Ruhe fand, mich auf ein Buch einzulassen.

Ich hatte so viel um die Ohren, dass mir abends oft der Kopf oft dröhnte. Da war kein Platz mehr für ein gutes Buch und seine Geschichte.
Für Zeitschriften mit kurzen Geschichten, am liebsten auch nur viele schöne Bilder und wenig Text, reichte es noch. Aber eben nicht mehr für ein Buch, das mir früher so vieles ermöglicht hatte: Die Welt drumherum zu vergessen, mich völlig auf diese eine Geschichte einzulassen, etwas zu lernen, mich zu entspannen.

Stattdessen nahm irgendwann das Smartphone den Platz der Bücher ein. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob zwischen der Zeit der Bücher und der des Smartphones noch etwas anderes war. Tatsache war: Ich hatte eine meiner früher liebsten Möglichkeiten verloren, mich zu entspannen und voll in einer Sache aufzugehen.

Wie schade…

Die Wiederentdeckung: Liebe zu Büchern

Und trotzdem gab da zwischendurch immer mal wieder welche. Im Urlaub oder wenn ich krank war und viel Zeit hatte, fan…

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Kommentare

2 Kommentare zu „Die glückliche Wiederentdeckung: Meine Liebe zu Büchern“

  1. Glückauf Maike,
    da ich aus einer „Bücherfamilie“ stamme, habe ich natürlich von Kindesbeinen an ein natürliches Verhältnis zum Lesen gehabt. Und ich glaube auch sagen zu können, daß ich mir die Welt oft mit der Buchlektüre erschlossen habe. Jahrelang habe ich auch Bücher nach dem Motto gekauft „Darf’s auch ein Kilo mehr sein?“ Das nahm dann eben auch Ausmaße an, daß Bücher bei mir auf den Regalen in 3 Reihen standen, wodurch sie dann faktisch verloren waren. Bei meinem letzten Umzug war ich ganz einfach gezwungen, mal Spreu von Weizen zu scheiden. Zu meiner kopfschüttelnden Überraschung habe ich da auch festgestellt, daß ich manche Bücher gleich mehrfach besaß – ich habe sie immer wieder neu (bzw. antiquarisch) gekauft, weil ich gar nicht mehr wußte, daß ich sie schon besaß!

    Ich glaube, ich habe heute kein so „fanatisches“, sondern eher ein entspannteres Verhältnis zu Büchern. Vielleicht muß man auch erst ein gewisses Alter erreicht haben um einzusehen, daß die eigene Lebenszeit einfach nicht mehr ausreicht, um auch nur die bereits existierenden eigenen Bestände zu lesen – geschweige denn all die, die man dann noch vom Flohmarkt zusätzlich jedes Wochenende heimschleppt.
    Heute lese ich eigentlich nur noch das, was mir selber Freude macht – ich bin nicht mehr unter dem Zwang (wie z. B. im Studium) Bücher lesen zu müssen. Und wenn ein Buch mir partout nicht zusagt – und das kann man eigentlich schon nach ein paar Seiten sagen – dann höre ich auch ganz einfach auf und quäle mich nicht hindurch, denn ich fühle auch keine „Verpflichtung“ mehr, z. B. bei Diskussionen oder Gesprächen mithalten zu können, und es ist mir auch Wurscht, wenn Leute bei dem Wort „Krimi“ schon die Nase rümpfen. Mir geht es ansonsten auch so wie Dir: mittlerweile kehre ich auch wieder in meine Kindheit und Jugend zurück. Ich habe mir letzthin ein Reisebuch gekauft, das mich mit 12, 13 Jahren sehr beeindruckt hatte und tauchte damit wieder in die längst vergangene Welt meiner Kindheit ein. All die Bilder und Emotionen von damals waren auf einmal wieder da. Manche Passagen konnte ich sogar nioch auswendig.

    Ein paar Empfehlungen habe ich aber doch:
    1. Lyrik: für ein kleines Gedicht ist eigentlich immer Zeit und „Platz“ im Tageslauf, und ich finde, es gibt nichts Schöneres, Anrührenderes und Beruhigenders als Eichendorff. Kann man auch abends im Bett noch mal kurz anschauen.
    2. Wenn ich einem interessanten, gebildeten und netten Menschen begegne, dann frage ich ihn mitunter: „Sagen Sie mal, haben Sie in der letzten Zeit irgendetwas gelesen, was Sie beonders gut finden und was Sie empfehlen können?“ Zuerst guckt der Gesprächspartner überrascht, weil man eine solche Frage nicht oft gestellt bekommt, und dazu noch so unvermittelt. Aber dann kommen in der Regel ganz originelle Sachen: Autoren, Titel und Verlage, von denen ich noch nie gehört hatte.
    3. Und nicht zuletzt: ich habe vor Jahren aufgehört fernzusehen – eigentlich mehr so aus Zufall: der terrestrische Empfang wurde eingestellt und ich war einfach zu lethargisch , mir eine „Schüssel“ und einen Receiver zu besorgen. Und dann merkte ich nach einiger Zeit: ich vermisse gar nichts mehr. Auf einmal hatte ich wieder mehr Zeit, habe mir stattdessen genau die Filme auf DVD angeschaut, die mich wirklich interessierten und mich nicht den ganzen Abend durch denselben Doku-Soap-Schwachsinn gezappt, ich bin wieder mehr ausgegangen – und nicht zuletzt: seitdem lese ich wieder mehr!

    1. Lieber Ulrich,
      ui, da hast Du aber wirklich viele Bücher gesammelt. Ich habe eine Zeitlang auch viele gekauft, aber auch auf Grund drohenden Platzmangels bin ich dann irgendwann auf eBooks umgeschwenkt. Ich versuche immer, nicht zu viel Zeug in meine Wohnung zu lassen, weil mich das schnell erdrückt. Daher sind eBooks für mich mittlerweile eine gute Alternative. „Echte“ Bücher kaufe ich eigentlich nur noch, wenn es Bildbände oder ähnlich optisch ansprechende Werke sind. Manche gebe ich dann auch einfach an Menschen weiter, die dann damit ein paar schöne Stunden haben können.
      Vielen Danke auch für Deine schönen Tipps! Die Sache mit Eichendorff werde ich mir mal ansehen. Kontakt zu seinen Werken hatte ich, glaub ich, zuletzt in der Schule… Auch die Frage nach den Büchern gefällt mir. Die werde ich in meine neue Kategorie, eine Interview-Reihe aufnehmen. Insofern vielen Dank für den Tipp!
      Viele Grüße!
      Maike

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