Warum der kleine Ort Bormes-les-Mimosas in Südfrankreich einer meiner Lieblingsorte ist, habe ich Dir ja schon erzählt. Heute steht hier ein fantastischer Ausflug ans Meer an. Juchhu!
Am frühen Vormittag checke ich aus meinem Hotel in Bormes-les-Mimosas aus. Heute Abend werde ich schon wieder woanders schlafen.
Aber ich habe noch ein spannendes Programm in Bormes-les-Mimosas auf der Tagesordnung stehen. Es geht erst zum Fort de Brégançon, dem Sommersitz des französischen Präsidenten, dann hab ich einen Spaziergang und ein Mittagessen am Meer geplant, später noch einen Kaffeebesuch. Alles am Meer. Hach!
Fort de Brégançon
Aber los! Mein erstes Ziel ist das Fort de Brégançon, die Sommerresidenz des französischen Präsidenten. Ich war schon immer an einem Besuch dort interessiert. Und seit 2014 ist ein Besuch auch für Bürger und Touristen möglich; Präsident Holland hat vor drei Jahren das Fort der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Und so habe ich die Gelegenheit genutzt, mich einer Führung anzuschliessen. Die Führungen gibt es zwar nur auf Französisch, aber das war nicht so schlimm. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, war es trotzdem spannend.
Um kurz vor zehn Uhr treffe ich an dem mächtigen Tor, hinter dem die Straße zum Fort liegt, auf meine Gruppe. Nachdem wir alle unsere Tickets und unsere Taschen vorgezeigt haben, steigen wir in einen kleinen Bus und werden rausgefahren zu einer Plattform, die die Insel mit dem Festland verbindet. Das Fort liegt nämlich auf einer kleinen Insel, direkt vor der Küste.

Angekommen auf der kleinen Insel, befinden wir uns auf militärischem Sperrgebiet. Es gibt auf dem Festland mächtige Zäune, die den Zugang zur Insel verhindern. Im Meer finden sich rund um die Insel gelbe Bojen, die das Sperrgebiet auch auf dem Wasser markieren. Man darf hier nicht tauchen, schwimmen, Boot fahren, angeln oder ähnliches. Wer das trotzdem tut, wird mit empfindlichen Strafen versehen. Aber wir können den entspannten Besuch geniessen und wir hören gespannt Celine, unserem Guide, zu.
Unser erster Blick geht rauf auf das Fort und wir nehmen den Weg hinauf.

Wir betreten das Fort von Westen aus. Hier liegt auch ein kleiner Privatstrand für den Präsidenten. Er ist allerdings nicht so pompös, wie man ihn sich vorstellen würde.
Und von hier aus sieht man das Fenster seines Büros in dem runden Turm, dort wo der kleine Balkon liegt.

Die Insel und die Burg haben eine lange Geschichte. Besiedelt wurde sie bereits 128 v. Chr. Während der Französischen Revolution ging die Insel dann an den französischen Staat über. Und 1968 machte General de Gaulle die Festung zur offiziellen Residenz des Präsidenten.
Der Ausblick von hier oben ist fantastisch und man kann gut verstehen, warum die Präsidenten im Sommer gerne hier her kommen.

Wir laufen weiter die vor Jahren gebaute Fahrstraße hinauf und verschwinden dann durch den beeindruckenden Eingang im inneren der Burg.

Innendrin stehen zwei Wohnhäuser, eins für den Präsidenten und seine Familie und eins für die Bediensteten. Sie entsprechen optisch gar nicht dem martialischen Aussehen der Burg.
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