Das Ruhrgebiet – ihm hängt immer noch der Ruf von rauchenden Schloten und dreckiger Wäsche auf den Leinen nach. Dass das heute überhaupt nicht mehr stimmt, merkt man sofort, wenn man einmal hierher kommt. Luft und Flüsse hier sind wieder sauber und wir haben einen großen Anteil Grünfläche: Meine Heimatstadt Dortmund hat 49%, Essen sogar 51%.
Die Geschichte des Ruhrgebietes ist interessant und wechselhaft. Wer sie kennenlernen möchte, sollte unbedingt das Ruhr Museum in Essen besuchen!
Das Ruhr Museum
Im Ruhr Museum werden Ausstellungsstücke aus Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets gezeigt. Und das haben sie da wirklich gut hinbekommen. Und noch dazu in einer echt coolen Location!
Das Ruhr Museum ist in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem Gelände der Zeche Zollverein untergebracht. Und als Besucher kommst Du quasi auf dem gleichen Weg rein, wie die Kohle damals auch. Also nicht mehr auf einem Förderband, aber über eine coole Rolltreppe wirst Du direkt nach oben auf die 24m-Ebene transportiert.
Und von da aus arbeitest Du Dich dann Etage für Etage runter, ähnlich wie die Kohle damals. Und anders als in den meisten anderen Museen.
Nachdem Du ein Ticket gekauft hast, geht es schon wieder eine Etage tiefer. Der Weg führt über eine Lichtkunst-Treppe, die an flüssiges Stahl erinnert.

Die erste Station ist dann die, wo die Mythen des Ruhrgebiets dargestellt werden. Hier findet man Fotoreihen mit typischen Ruhrgebietsmotiven. Unigebäude, Leben am Kanal, Trinkhallen, etc.

Es gibt eine Geräusch-Dusche mit typischen Geräuschen aus dem Ruhrgebiet: Stadion, Klüngelskerl, etc. Eine coole Idee!
Und auch sonst findet man viele weitere Ausstellungsstücke, die typisch für das Ruhrgebiet sind. Eine davon ist der Suppenteller aus einem Haushalt in Kirchhellen, der nie ganz gefüllt werden kann, weil das Haus durch die Bergsenkungen schief steht.

Eine Etage tiefer findest Du dann Ausstellungsstücke, die die Entwicklung des Ruhrgebiets aufgreifen. Archäologische Funde, wie das riesige Skelett eines Mammuts, aber auch viele Dinge, die die weitere Geschichte hier beleuchten.
Was mir hier im gesamten Museum echt gut gefallen hat, ist, dass der Charakter des Gebäudes nach wie vor eine große Rolle spielt und schön mit der Ausstellung harmoniert.


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