Kennst Du das auch, dass Du Urlaubsorte ins Herz schliesst und weißt, Du möchtest noch mal wieder kommen? So ging es mir vor etwa 15 Jahren mit Lanzarote.
Mich haben damals dort vor allem die Kargheit der Landschaft und die Werke des Künstlers César Manrique fasziniert.
Jetzt hat es endlich noch mal geklappt mit Lanzarote und mir!
In diesem Artikel findest Du eine Auswahl der Ziele, die ich hier besucht habe. Obwohl ich nur eine Woche lang vor Ort war, habe ich überraschend viel gesehen. Dieser Artikel hätte also ewig lang werden können.
Ich habe mich aber bemüht, den Text so zu komprimieren, dass ich den Artikel nicht überfrachte. Dazu gibt es viele Fotos. Lass Dich also ein Stück mitnehmen auf diese wunderbare Insel!
Aufregende Anreise
Meine Anreise war ein wenig holperig. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gleich zwei Wecker verpasst. So wurde ich erst um 5 Uhr wach bei einer Abflugzeit von 6.15 Uhr. Keine Chance, den Flug noch zu bekommen…
Immerhin war ich dann wach und konnte zum Glück im Netz noch kurzfristig einen anderen Flug für 8.35 Uhr zu einem annehmbaren Preis buchen. So bin ich dann zwar ungeduscht, aber nur mit wenig Verspätung auf der Insel gelandet…
Das war mal ein besonderer Start in den Urlaub!

Kargheit
Lanzarote ist ziemlich karg. Aber genau das fasziniert mich so an der Insel. Es gibt so viel Weite. Und wenn man hier mit dem Auto unterwegs ist, kann man beobachten, wie sich die Landschaft stets verändert.

Immer wieder fährt man durch zerklüftete Lavafelder. Im 18. Jahrhundert und Anfang des 19. Jahrhunderts haben Vulkanausbrüche hier ganze Dörfer verschüttet. Die darauf entstandene Landschaft ist einfach immer noch sehr beeindruckend.
Manchmal ist sie pechschwarz, dann wachsen wieder Flechten auf dem Gestein und geben ihm eine ganz andere Farbe.

Rund um La Geria fährt man durch das größte Weinanbaugebiet der Kanarischen Inseln. Der Wein wird hier ganz anders kultiviert als bei uns. Hier wächst alles auf dem typisch schwarzen Boden. Das macht optisch einen tollen Kontrast zu den leuchtend grünen Weinblättern.
Aber es hat auch seinen Sinn: Die kleinen Lavasteinchen – die Lapilli – speichern nachts die Feuchtigkeit und geben sie tagsüber an die Wurzeln der Rebstöcke ab. Um sie gegen den starken Passatwind zu schützen, werden sie in Kuhlen gesetzt und von Steinwänden umrahmt.

Und zwischendurch findet man dann wieder sandige Böden wie aus einem Western. Man würde sich nicht wunde…


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