Was für eine Woche! Diesmal hab ich wirklich viel zu berichten. Sicher, weil ich bis Dienstag noch in St. Peter Ording am Meer war. Aber auch, weil ich mich mit so vielen schönen und spannenden Dingen beschäftigt habe, die ich hier mit dir teilen will. Hol dir also ein Heißgetränk, mach es dir gemütlich und los geht’s!
Aber vorab schnell noch ganz viel Liebe für all die, die meine Artikel hier mit einer Mitgliedschaft unterstützen! Ihr seid die Besten und mein ewiger Dank ist euch sicher! ❤️
Schnee am Meer
Nachdem ich zuvor im Netz schon jede Menge Schneelandschaften gesehen hatte, hat es letztes Wochenende endlich auch in St. Peter Ording geschneit. Juchhu! Ich liebe Schnee so sehr! Und am Meer ist das noch mal was ganz Besonderes! Dass ich meinen Urlaub verlängert hatte, hat sich also sehr gelohnt!
Schon der Weg am Sonntagmorgen über die Seebrücke war toll. Die Sonne ging grad auf und schickte so schönes Licht über die verschneiten Salzwiesen.

Der riesige Strand war komplett verschneit. Ein Traum! Ich liebe diese Weite dort oben wirklich sehr.

Schnee in den Dünen finde ich auch immer ganz zauberhaft.

Und der Rückweg durch den Wald zurück zu unserer Ferienwohnung war auch wunderschön.

Hach! So darf so ein Jahreswechsel gerne vonstatten gehen!
Draußen: Entdeckungen
Auf meinen Spaziergängen in St. Peter Ording hab ich zwei Tiere getroffen, die mich zum Nature Journaling inspiriert haben.
Am Samstagmorgen hab ich leider ein totes Seehund-Jungtier am Strand gesehen. Sein Körper muss bei der Sturmflut angespült worden sein, die hier an Neujahr war, es lag nämlich am Übergang zu den Dünen. Das tat mir total leid. Sowas berührt mich immer sehr.
Gleichzeitig war ich fasziniert, dass ich so ein schönes Tier mal in Ruhe aus der Nähe betrachten konnte. Das hat mich inspiriert, mich zurück in der Ferienwohnung direkt mit Seehunden zu beschäftigen und habe das in meinem Nature Journal verewigt.

Und vielleicht als Trost für den Seehund-Fund hatte ich auf dem Rückweg eine tolle Begegnung. Ich hab nämlich das erste Mal endlich ein Wintergoldhähnchen entdeckt, den kleinsten Vogel hier in Mitteleuropa. Gehört hatte ich es schon oft, aber noch nie zu Gesicht bekommen. Und dann hüpfte es da direkt neben mir durch das angeschneite Moos! Ist es nicht zuckersüß mit dem gelben Irokesen auf dem Kopf und dem Schmolli-Blick?

Das Wintergoldhähnchen ist natürlich auch in meinem Journal gelandet. Dazu noch Schilfrohr und die Ebenästige Rentierflechte (starker Name, oder?). Ich liebe es, so eine Art von Souvenirs mit nach hause zu nehmen!
Nachthimmel
In der Nacht von Samstag auf Sonntag war die Nacht der Quadrantiden. Das ist ein Sternschnuppenschauer, den die Erde rund um dieses Datum passiert. Und in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar sollte er am stärksten zu sehen sein. Ich hab mir also gegen 21 Uhr spontan die Lise ins Auto gepackt (das ich erst mal freikratzen und “entschneen” musste). Und dann bin ich aus dem Ort rausgefahren, um dort freie Sicht Richtung Norden zu haben.
Leider waren die Voraussetzungen nicht die besten: Der Vollmond leuchtete den Himmel sowieso schon sehr aus, der Schnee reflektierte das Licht und dann zogen noch Wolken auf. Ich konnte also keine Sternschnuppen ausmachen. Egal! Einen Versuch war es wert und es war trotzdem toll, bei diesem besonderen Licht eine Weile in der Landschaft zu stehen und in den Nachthimmel zu sehen.

Abschluss meiner Raunächte & Januar-Ruhe
Und damit sind wir auch bei den Raunächten angekommen, die ja diese Woche zu Ende gingen.
Nachdem ich sie die ersten Jahre immer mit einem Programm gestaltet habe, merke ich mittlerweile, dass es für mich viel stimmiger ist, keinem festen Plan zu folgen, sondern mir einfach viel Ruhe und Raum für mich zu gönnen.
Ich habe den Erlebnisse und Erkenntnisse des letzten Jahres noch mal ein wenig Raum geschenkt und meine Gedanken dazu aufgeschrieben – bei den Morgenseiten und auch in meinem normalen Journal. So konnten sich viele Dinge setzen und sortieren, für die im vergangenen Jahr vielleicht nicht die Zeit war. Die Idee mit den Morgenseiten hat mir gut gefallen. Ich habe beim morgendlichen Schreiben noch mal viel Klarheit über verschiedene Themen bekommen. Dauerhaft werde ich das wohl nicht weitermachen, aber ich kann mir gut vorstellen, das in Lebensphasen, wo es etwas strubbeliger ist, wieder aufzunehmen.
Außerdem habe ich viel gelesen und habe mich einfach gut erholt.

Und ich habe eine gute Möglichkeit gefunden, mir für diese besondere Zeit einen guten Rahmen zu schaffen: In den letzten zwei Jahren waren die Raunächte immer etwas zerrissen, weil ich wegen des Geböllers über Silvester mit Lise weggefahren bin. Dass ich meinen Urlaub dieses Jahr noch bis zum 6. Januar, also bis zum Ende der Raunächte verlängert hatte, war eine großartige Idee. Einfach, weil ich so wirklich zur Ruhe kommen konnte. Das war großer Luxus und ich habe entschieden, das im kommenden Jahr wieder so zu machen und habe bereits eine Unterkunft gebucht.
Was noch in meinen Raunächten entstanden ist, ist ein Überblick meiner TOP-Ziele für 2026 sowie meine “26 in 2026”, also meine Liste mit den Dingen, die einfach Spaß machen. (Zu “26 in 2026” hab ich letzte Woche hier einen Artikel für Mitglieder veröffentlicht.)
Und jetzt werde ich den Januar noch weitestgehend ruhig angehen lassen und mir noch ein bißchen Winterruhe gönnen, soweit das geht. Denn diese Idee von einem kraftvollen Jahresneustart hat bei mir noch nie wirklich gepasst. Seit ich mehr im Einklang mit dem Jahreskreis lebe, ist mir auch klar, dass der Januar einfach nicht für große Aktivitäten gemacht ist. Die Natur liegt im tiefsten Winterschlaf und auch uns Menschen steckt das noch in den Knochen. Seit ich das so hinnehme und meine Projekte da weitestgehend dran ausrichte, mag ich diese Zeit im Jahr auch viel lieber. Nebenbei stelle ich auch bei Lise fest, dass die um diese Jahreszeit auch gar nicht so viel Lust auf große Runden hat und ebenfalls im Winterruhe-Modus ist. Ich bin also in guter Gesellschaft. 😉

Digitale Unabhängigkeit
Was mich schon eine ganze Weile beschäftigt, ist die digitale Abhängigkeit, in der wir uns eigentlich alle befinden. Egal, ob bei Social Media, bei unserem Konsum, der zu einem viel zu großen Teil bei Amazon landet, bei unseren Mail-Accounts, Suchmaschinen, Cloudlösungen, etc.
Unsere digitalen Prozesse befinden sich mittlerweile zu einem großen Teil in den Händen weniger überreicher meist US-amerikanischer Männer. Männer, die mit dem Geld, das sie durch uns verdienen, oft demokratieschädigende Dinge unterstützen. Entweder finanziell oder auch gezielt durch die Algorithmen bei Facebook, Insta & Co, die Hass im Netz fördern.
Hinzu kommt, dass es Teil des Geschäftsmodells von Plattformen wie Facebook, Insta und TikTok ist, uns gezielt süchtig zu machen, um uns Dinge zu verkaufen und Meinungen zu manipulieren. Nebenbei werden die Sozialen Medien immer mehr von KI-generierten Posts geflutet, die im besten Fall nur Blödsinn sind, im schlechtesten Fall aber Hass streuen oder eben auch wieder unsere Demokratie gefährden.
Ein weiteres Risiko ist natürlich auch, dass man uns in der fragilen Weltlage da ggf. auch mal eben den Saft abdrehen kann.
Und wo wir uns grad so ohnmächtig fühlen, ob all der Entwicklungen da draussen, können wir hier aber selber tätig werden und uns da unsere Selbstbestimmung zurückholen. So können wir auch unsere Möglichkeiten ausschöpfen und unsere Daten und unser Geld denen entziehen, die damit nicht in unserem Sinne wirtschaften.
Wir müssen ja nicht alles auf einmal ändern. Aber es macht sicher Sinn, uns nach und nach mit alternativen Lösungen zu beschäftigen.
Ich bin da grad auf eine gute Möglichkeit gestossen, die es uns leichter macht und uns an die Hand nimmt:
Im Podcast “Me tacheles” vom Tech-Nerd Sascha Pallenberg habe ich vom “Digital Independence Day” gehört. Das ist ein Zusammenschluss vieler deutscher Organisationen, die sich für ein freies Internet stark machen, z. B. Verdi.Hamburg, Wikimedia Deutschland, der Chaos Computer Club und zahlreiche mehr. Jeden ersten Sonntag im Monat finden deutschlandweit Veranstaltungen dazu statt, wie man sich digital unabhängiger machen kann. Außerdem finden sich hier auf der Seite diverse Tipps und konkrete Anleitungen, wie wir zu unabhängigen Anbietern wechseln können.
Cool finde ich auch, dass Sascha Pallenberg sich jetzt in seinem Podcast jeden ersten Sonntag im Monat konkret ein Thema vornimmt, mit dem wir uns in dem Monat beschäftigen können. Im Januar ist er mit eMail-Anbietern gestartet. Wenn du dich da auch anders aufstellen willst, wäre das eine praktische Möglichkeit, sich jeden Monat mit Sascha ein Thema vorzunehmen. (Hier kann man die Folge anhören oder die Inhalte lesen. Sonst findest du den Podcast “Me Tacheles” auch auf allen gängigen Plattformen. )

Mein Fazit aus meiner Social Media Pause
Ich hatte ja die letzten zwei Wochen eine Social Media Pause eingelegt. Und ich stelle fest, es hat mir sooo gut getan, dort (fast 😉) nicht unterwegs zu sein.
Vor allem die Pause bei Insta war wirklich ein Segen. Die Plattform ist mittlerweile so manipulativ, dass ich sie mittlerweile wirklich problematisch und sehr anstrengend finde. Mal sehen, was ich künftig damit mache. Ich werde berichten! 😉
Rein & Raus
Obwohl ich ja eigentlich grad noch im Winterruhe-Modus bin, hat sich in dieser Kategorie diese Woche viel getan.
Rein
Ich hab mir zwei Holzkisten von Ikea besorgt. Neulich hatte ich ja schon berichtet, dass ich mit meinen Naturbüchern so langsam an meine Grenzen stosse und mehr Stauraum brauche. Jetzt habe ich eine gute Lösung gefunden. Die Holzkisten stehen jetzt auf meinem Besta-Schrank und ich kann meine Naturbücher darin aufbewahren, so dass ich beim Arbeiten und beim daheim Nature Journaling immer direkt Zugriff darauf habe.
Die Lösung ist noch nicht ganz fertig, aber ich bin jetzt schon recht zufrieden damit.

Raus
Obwohl ich ja erst seit Dienstagabend wieder zuhause bin, haben in den letzten Tagen einige Dinge mein Zuhause verlassen:
- Lebensmittelvorräte: Ich hab meine Vorratsschubladen durchgesehen und geguckt, was ich so langsam verwenden muss bzw. was ich definitiv nicht mehr essen werde. Was weg muss, wird in den nächsten drei Wochen vernichtet. Und was mir nicht wirklich schmeckt, hab ich weitergereicht.
- Bei den eisigen Temperaturen draussen hab ich die Gelegenheit genutzt, mein Eisfach abzutauen. Ich hab die Gefrierschubladen kurzerhand bei Frost auf die Terrasse gestellt und habe das Eisfach abgetaut. Mit einem Topf mit heißem Wasser darin war das in 2 Stunden erledigt. Dabei hab ich noch zwei TK-”Leichen” entdeckt, die ich dann ebenfalls entsorgt habe. Und jetzt hab ich wieder ein sauberes, eisfreies Eisfach (klingt merkwürdig, aber du weißt sicher, was ich meine 😉).
- Passend zum Thema “Digitale Unabhängigkeit” hab ich diese Woche mein Amazon-Konto gekündigt. Ich hatte bereits vor ein paar Wochen mein Business-Partnerkonto von Amazon geschlossen. Und jetzt hab ich das auch mit meinem privaten Konto getan. Das fühlt sich gut an.
- Meine Internetverträge hab ich auch noch mal optimiert und habe jetzt nur noch einen Mobilfunkvertrag für mein Smartphone und meinen LTE-Router. (Einen Festnetzanschluss mit DSL hab ich schon länger nicht mehr.)
- Meinen Fernseher hab ich endlich verkauft. Ich hab schon vor Ewigkeiten entschieden, dass ich ihn nicht ersetze, wenn er kaputt geht und stattdessen auf dem Laptop schaue. Er funktioniert aber weiter tadellos und ich gucke dennoch nur noch auf dem MacBook. Insofern hab ich jetzt entschieden, dass ich ihn für kleines Geld abgebe. Es fand sich direkt ein Käufer und jetzt ist die Fernseh-Ecke aufgeräumter. Die Kisten kommen auch noch weg, wenn die Bücher darin gelesen sind und das Haus verlassen haben.

Gelesen, geguckt, gehört
Im Podcast “Carpe diem” war der Neurologe und Autor Prof. Dr. Volker Busch zu Gast. Er hat ein neues Buch geschrieben, das “Gute Nacht, Gehirn” heißt. Und in dem Podcast spricht er mit der Gastgeberin Niki Löwenstein darüber, wie das Gehirn nachts zur Ruhe kommt. In dem Gespräch geht es aber nicht nur um guten Schlaf, sondern auch grundsätzlich darum, wie wir Stress reduzieren können und was uns hilft, mehr Entspannung zu finden. Fand ich sehr inspirierend!
Das Gespräch ist im Podcast bei “Carpe diem – der Podcast für ein gutes Leben” am 30.12.25 erschienen.
Glücks-Quickies
Und zuletzt noch ein paar weitere Punkte, für die ich diese Woche dankbar war:
- Für eine schöne heiße Dusche nach einem langen Spaziergang am winterlichen Strand.
- Auf der Couch in der Ferienwohnung zu sitzen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.
- Das Laufen im Schnee. Ich liebe es, dieses knirschende Geräusch unter meinen Füßen zu hören!
- Das Chaos am Heimreisetag bewältigt zu haben: Die Schiebetür und die Kofferraumklappe am Bulli waren am Abreisetag zugefroren und ließen sich nicht öffnen. Doof, wenn man das Gepäck da aber rein bekommen muss. Außerdem hatte ich die Schlüssel der Ferienwohnung mitten beim Packen in der Wohnung gelassen und mich ausgesperrt. Argh! Es ließ sich aber zum Glück alles regeln und ich konnte dann um 9.40 Uhr die Heimreise antreten und war nach einer wirklich entspannten Rückfahrt schon nach 5 Stunden daheim.
- Diese Woche erstmalig in das Thema “Steine” eingetaucht zu sein. Steine sind diesen Monat unser Thema bei “Nature Journaling & Coffee”. Ich war erst skeptisch, bin aber jetzt total begeistert, was es da alles Spannendes zu entdecken gibt!
- Die gemütliche Stimmung, wenn ich meinen ersten Kaffee des Tages morgens bei Kerzenlicht im Bett trinke.
- Eine schöne lange morgendliche Hunderunde mit Manfred und seinen Hunden. Wir hatten uns jetzt lange nicht gesehen und da hatten wir viel zu quatschen. Und die Lise hatte auch viel Freude, wieder in “ihrem” Wald unterwegs zu sein.

So, das waren meine Glücksmomente der Woche.
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Und jetzt wünsche ich dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für dich – love & peace!
Deine Maike
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