Irgendwie war diese Woche wieder gut gefüllt mit allerlei Gerödel. Im Moment ist irgendwie viel zu tun. Parallel dazu passiert nach aussen hin wenig spannendes. Insofern hatte ich erst überlegt, die Glücksmomente diese Woche mal auszusetzen. Aber bei mir ist derzeit viel in meinem Kopf los und ich hab entschieden, diese Gedanken mal zu ordnen und dich daran teilhaben zu lassen. Also: Los geht`s!
Dem Prozess vertrauen
Bei mir geht es aktuell intensiv darum, meinen Fokus wieder neu auszurichten. Ich hatte mir für den Winter vorgenommen, keine neuen Projekte anzugehen, sondern stattdessen mit der Jahreszeit zu gehen und mich „einzuwintern“. Ich brauchte diese Zeit für mich, um die vielen Ereignisse und Entscheidungen des letzten Jahres sacken zu lassen und mir Zeit zu geben, Gesätes reifen zu lassen. Ich merkte, das war einfach fällig und ich muss erst ein wenig nach innen gehen, um dann (hoffentlich) bald mit dem Frühling wieder mehr ins Aussen kommen zu können und wieder aktiver zu werden.
So bin ich meiner inneren Stimme gefolgt, die ich durch die Winterruhe so viel besser wahrnehmen konnte, als in dem oft stressigen Alltag der letzten Jahre.
Es gibt so viele Fragen, die sich mir grad noch mal neu stellen: Wer will ich eigentlich künftig sein? Was will ich mit meinem restlichen Leben anfangen? Wovon will ich mehr, wovon weniger? Was will ich beruflich künftig konkret tun?
Was ich aber diesen Winter gelernt habe, ist, dass ich diesen Prozess mit viel mehr Geduld angehen muss. Dass die Zukunft erst der zweite Schritt ist. Ich merkte, da sind noch so viele Gedanken in meinem Kopf, die erst noch mal betrachtet werden wollen, bevor ich die Zukunft planen will und kann.
Das ist ein bißchen wie mit einem chaotischen Keller, in den man in den letzten Jahren alles rein geworfen hat und keine Zeit zum Aufräumen hatte. Und jetzt wird alles sortiert, es wird entschieden, was ich behalten will und was nicht und alles wird ordentlich in Kisten gepackt.
Und so hinterfrage ich mich derzeit, was war gut, was will ich künftig nicht mehr, was gibt es noch wertzuschätzen, wie sind bestimmte Dinge gelaufen, etc. Dabei gehe ich das gar nicht aktiv an. Ich merke vielmehr, dass die Gedanken von alleine kommen, weil ich ihnen Raum gebe. Und das tut unheimlich gut und vieles fügt sich zusammen, oder wie man im englishen sagt „It´s falling into place“, was ich an der Stelle genau passend finde.
Dabei überrascht mich das selber, dass sich da so viel angesammelt hat. Aber ich stelle fest, dass ich mich bei all dem noch mal besser selber kennenlerne und dass es mir hilft, mir eine gute Grundlage für meine Zukunft zu schaffen. Insofern nehme ich es jetzt an, dass ich noch in diesem Schritt stecke und mich erst später so richtig an die zukunftsgerichteten Themen wagen werde. Ich bin im Fluss und vertraue dem Prozess, dass er mich gut lenkt. Was für eine spannende Erfahrung!
Und dennoch passieren einige Dinge dann doch auch parallel.
So habe ich z. B. zum Jahresbeginn ein ganz praktisches Projekt gestartet und bin meinem Wunsch nach mehr Gesundheit – Ernährungsumstellung und mehr Bewegung – gefolgt. Dazu hab ich ja schon berichtet. Noch braucht auch dieser Prozess meine Aufmerksamkeit und ein wenig Disziplin, aber ich hoffe, dass das zum Frühling hin immer mehr Gewohnheit wird und die Dinge dann automatisch ablaufen.
Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Thema auf einen guten Weg bringen konnte und bin zuversichtlich, dass es sich verstetigt.
Außerdem stehen derzeit einige weitere Themen an, die erledigt werden wollen und ich versuche grad, mir dafür eine Struktur zu schaffen. Ein bißchen Schreibkram wie z. B. die Steuererklärung, die jährlichen Arztkontrolltermine und ähnliche wenig sexy Aufgaben stehen aktuell auf meiner To-do-Liste.
Vor allem aber nehme ich grad meine Ausbildung zur Naturmentorin* wieder auf. Diese hatte ich über den Winter ruhen lassen, was auch gut geht, weil man ganz in seinem eigenen Tempo lernen kann. Jetzt freu ich mich total darauf, mich nicht nur meiner eigenen, inneren Natur zu widmen, sondern auch der da draussen.
Es bleibt also spannend für mich und ich freu mich sehr auf das Jahr!
Zwischen den Jahreszeiten
Und bei all dem bin ich natürlich nach wie vor zwei mal am Tag mit Lise draussen (die abendliche kurze Pipirunde mal nicht mitgezählt).
Wir waren die Woche u. a. bei uns im Rombergpark und dort finden sich schon jede Menge Schneeglöckchen.

Und ich bin mir sicher, ich hab auch schon Narzissen gesehen, die kurz vor dem Erblühen sind. Ich finde, es gibt keine Jahreszeit wie diese, kurz vor Frühlingsbeginn, die so viel Hoffnung verspricht.
Ansonsten sieht der Park noch sehr winterlich aus. An einer Stelle fühlte ich mich dann sehr von einem Baum beobachtet. 😉

Wir waren aber auch viel im Regen unterwegs. Um diese Jahreszeit bin ich immer wieder beeindruckt, wie knallig das Moos in dem trüben Winterwald leuchtet. So schön!

Vorfreude auf`s Reisen
Derzeit bin ich dabei, schon wieder Pläne für die nächste Bulli-Tour zu machen. So langsam scharre ich wirklich mit den Hufen und freu mich so drauf, wenn Lise und ich die nächste große Tour machen können. Anfang April soll es losgehen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, wo es hingehen wird. Ob es noch mal nach Frankreich geht oder nach Bayern und Österreich? Letztlich ist es ja auch fast egal, wo man hinfährt, Hauptsache, es geht raus. 🙂
Wobei Frankreich grad schon ziemlich hoch im Kurs steht… Mal sehen, wie ich es letztlich entscheide.

Lächeln
Bei Barfuß + Wild habe ich im Seelenfutter diese Woche diesen Post gelesen:
„Sechsjährige lächeln durchschnittlich 300-mal am Tag.
Barfuß + Wild
Erwachsene lächeln nur 15- bis 100-mal am Tag.
Sei mal wieder sechs.“
Das finde ich eine sehr gute Idee! Wenn einem nichts einfällt, worüber man lächeln kann, kann man ja einfach andere Menschen anlächeln. 😉
Gelesen, geguckt, gehört
Buch „Die 1%-Methode“ von James Clear
In diesem Buch geht es darum, Veränderungen für sich selber umzusetzen bzw. Ziele tatsächlich zu erreichen. Ich bin ja gar nicht so ein Fan von diesen ganzen Selbstoptimierungsideen. Denn irgendwie ist es ja schön, wenn wir noch genug Muße für`s Leben haben und nicht alles perfekt sein muss. Allerdings sehe ich auch bestimmte Dinge in meinem Leben, die mir wirklich gut tun, die ich aber zu wenig mache. Zum Beispiel Yoga. Und es gibt Dinge, die ich zu viel mache und die mir eigentlich nicht gut tun. Zum Beispiel zu viel Schokolade essen. Und für diese Veränderung finde ich das Buch von James Clear ziemlich nützlich.
James Clear hat viele wertvolle Tipps für uns, wie man vorgehen sollte, wenn man Dinge in seinem Leben anders haben möchte. So erklärt er auch, warum es eigentlich nur minimale Veränderungen braucht, um gute Gewohnheiten zu schaffen. Er stellt dar, warum viele Menschen gleiche oder ähnliche Ziele haben, aber nur ein Bruchteil sie auch erreicht. Und das hat gar nicht so viel mit harter Disziplin zu tun, sondern vielmehr mit der Schaffung besseren Gewohnheiten.
Ich fand das Buch echt spannend und kann es dir sehr empfehlen, wenn du etwas in deinem Leben verändern willst und noch ein wenig Unterstützung brauchen kannst.

Podcastfolge „Hotel Matze“ mit Markus Lanz
Ich liebe Hotel Matze und fand diese aktuelle Folge mit Markus Lanz ich super! Ich weiß, dass viele Markus Lanz nicht mögen. Ich bin ein echter Fan von ihm, seit ich damals die Doku „Wettlauf zum Südpol“ gesehen habe, wie er mit Joey Kelly und anderen eine Expedition zum Südpol machte. Damals haben mich seine Qualitäten zum Teamplayer echt begeistert und ich war überrascht, dass er gar nicht der eitle Gockel ist, für den ich ihn bis dahin gehalten hatte.
In dem über 3-stündigen Gespräch mit Matze Hielscher sprechen sie über das Leben, über Werte, über das Scheitern, unsere Gesellschaft und vieles andere mehr. In dem Gespräch lernt man Lanz noch mal ganz anders kennen. Ich finde, eine wirklich gute, hörenswerte Folge mit vielen klugen Gedanken.
Noch mehr kleines Glück
Was mich sonst diese Woche noch erfreut hat:
- Die unangenehme Wurzelbehandlung hinter mich gebracht zu haben. Und mir hinterher einen gemütlichen Nachmittag mit den Hundesendungen von Martin Rütter und Bionella-Brötchen (beste Nutella-Alternative!) auf der Couch gegönnt zu haben. Gute Selfcare!
- Ein Elfenstammtisch bei mir: Meine Schulfreundinnen waren da – es gab Curry und gute Gespräche.
- Lise, die immer gechillt auf der Couch liegt, während ich Yoga mache. Überhaupt: Dieses Yoga ist so großartig und tut mir so gut!
- Ein schöner Nachmittag mit Martina, bei dem wir erst eine Runde im Wald gedreht haben und diese Bank entdeckten und dann bei mir Apfel-Birnen-Flagnarde gegessen haben.

Gedanke der Woche
Meine heutige Frage an dich lautet:
Wie sieht Dein perfekter Tag aus? Ob du dieses Wochenende so einen schaffen könntest? Falls das nicht geht: Kannst du dir alternativ für die nächsten Wochen einen gestalten?
So, das war meine Woche. Ich wünsche Dir jetzt ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für Dich – love & peace!
Deine Maike
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Die Reihe „Glücksmomente der Woche“ ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise!
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein.
*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.
**Für meine Buchempfehlungen verlinke ich zu zwei verschiedenen Shops: Zur inhaberinnengeführten Buchhandlung „Seitenreich“ in Dortmund-Huckarde, die auch einen gut funktionierenden Online-Shop haben, sowie auf Autorenwelt. Ich vermeide es, Bücher bei den großen Händlern wie z. B. dem amerikanischen Bücherriesen zu kaufen. Das hat folgende Gründe:
A) Ich finde es wichtig, die lokalen Geschäfte zu unterstützen, da sie die Innenstädte bereichern und ihre Geschäftsmodelle auch mehr meinen Werten entsprechen.
B) „Autorenwelt“ ist ein Onlineshop, wo man „echte“ Bücher, aber keine eBooks bestellen kann. Hier bekommen die Autor:innen einen zusätzlichen Beitrag vom verkauften Buch. Denn, was viele nicht wissen, als Autor:in verdient man ziemlich wenig an den eigenen Büchern, wenn man nicht selber publiziert. Der große Teil der Gewinne bleibt beim Verlag und beim Handel und so bleiben für die Autor:innen nur um die 7% vom Netto-Verkaufspreis übrig. Für jedes Buch, das über Autorenwelt verkauft wird, erhalten sie 7% zusätzlich, die dann quasi bei der Marge des Handels eingespart werden. Ich finde, eine faire Sache!
Ich bekomme übrigens für die Verlinkungen nichts, außer vielleicht gutes Karma. 😉
Die Preise der Bücher schreibe ich zur Orientierung für Dich dahinter. Sie können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Insofern checke den aktuellen Preis noch mal bevor Du es kaufst. Ich aktualisiere die Preise im Nachgang nicht.


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