Wir stecken mitten drin im Herbst. Die Tage werden immer kürzer, wir haben weniger Licht, draussen ist es feucht-kühl, die Natur bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor und irgendwie wird die Stimmung bei vielen Menschen trübe.
Welche Möglichkeiten wir nun haben, um uns trotzdem eine schöne Zeit zu machen, hab ich dir in diesem Text zusammengeschrieben. Schau mal, welche dich am meisten ansprechen!
Annehmen was ist
Der vielleicht schwierigste Baustein ist es vermutlich, schlicht zu akzeptieren, dass wir in der dunklen Jahreszeit angekommen sind. Wir können uns natürlich darüber ärgern, dass das Wetter doof und der Sommer vorbei ist. Dieser dauerhafte Widerstand hilft uns aber nicht weiter; damit vergeuden wir nur kostbare Energie und ändern das Wetter und die Jahreszeit trotzdem nicht.
Es ist wie mit jedem Widerstand, den wir im Leben empfinden. Wir verharren in dem Gedanken, wie es sein sollte und ärgern uns, dass die Welt und die Menschen nicht so sind, wie wir sie brauchen.
Damit hängen wir aber fest und kommen kein Stück weiter.
Wie immer im Leben ist es hilfreicher, erst mal zu akzeptieren, dass die Situation so ist wie sie ist. Und das ändert ja nichts daran, dass wir dann nicht in einem zweiten Schritt versuchen können, mit der Situation anders umzugehen, sie zu verbessern o. ä.
Manchmal hilft es auch, unseren Widerwillen mit ein wenig Abstand zu betrachten. So identifizieren wir uns nicht so stark mit diesem Gefühl, sondern beobachten uns quasi dabei, wie wir denken: “Ah, da ist er wieder der Herbst. Und das hat mir in den Vorjahren auch schon nicht gefallen.“ Das verschafft uns ein wenig Abstand und hilft oft dabei, neue Möglichkeiten des Umgangs für uns zu finden.
Und bei all dem will ich mal wieder an Karl Valentin erinnern, der einst sagte:
“Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“
(Karl Valentin)
Ich finde das ja eine gute Zusammenfassung. 😉
Lassen wir uns also auf den Wechsel der Jahreszeiten ein und schauen mal, was Herbst und Winter Schönes zu bieten haben!

Selbstfürsorge
Herbst und Winter haben eine ganz andere Qualität als Frühling und Sommer. Wir spüren: Die Energie sinkt um diese Jahreszeit. Das ist auch irgendwie normal. Die Menschen, die lange vor uns lebten, zogen sich jetzt auch zurück in die warmen Stuben. Diese Lebensweise steckt auch uns noch in den Knochen.
Unsere Gesellschaft ist so leistungsgetrieben, dass es sich fast wie ein Vergehen anfühlt, sich Pausen und Zeit für Regeneration zu gönnen. Aber wir brauchen Auszeiten, sonst werden wir das irgendwann schmerzlich spüren.
Herbst und Winter laden uns ein, stiller zu werden, auf die leisen Töne zu achten, die sonst vom Lärm des Alltags übertönt werden. Wir dürfen mal innehalten, reflektieren und mehr mit uns selbst in Verbindung kommen. Diese Zeit bietet uns Raum für persönliche Entwicklung, zum Kraft tanken und vielleicht auch für Heilung.
Gib dir doch dafür mal den Raum. Spüre mal, was in deinem Inneren lauter wird, wenn das Aussen leiser wird. Schreibe mal wieder Tagebuch und lass deine Gedanken auf Papier fliessen.
In diesem stilleren Raum können wir uns auch ein wenig Selbstmitgefühl schenken. Wenn wir schwere Zeiten hatten, mit all dem Elend dieser Welt überfordert sind oder eben auch im Herbst immer in ein Loch fallen. Wir dürfen uns da ruhig selbst mit mehr Wohlwollen, Geduld und Fr…


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