So, da ist er nun, der Winter! Eine vollkommen unterschätze Jahreszeit, in der es aber so viel Schönes zu erfahren gibt. Was das alles ist, habe ich dir in diesem Artikel zusammengestellt.
Winteranfang
Wenn jetzt am 21. Dezember offizieller, kalendarischer Winteranfang ist, haben wir das Gefühl, dass er doch eigentlich schon eine Weile da ist. Und damit liegen wir auch richtig. Denn phänologisch betrachtet hat er bereits im November begonnen. (Die Phänologie betrachtet die Jahreszeiten nach den tatsächlichen Ereignissen in der Natur). Meteorologisch beginnt der Winter am 1. und kalendarisch am 21. oder 22. Dezember, das wechselt von Jahr zu Jahr.
So oder so: Das Laub der Laubbäume liegt schon längst am Boden, viele krautige Pflanzen sind kaum noch zu sehen und sie haben ihre Kräfte in die Erde zurückgezogen. Über der Erde liegt nun eine schützende Schicht für die Pflanzen und Überwinterungsmöglichkeiten für die Tiere.
Es ist kalt, wir ziehen wieder die dicken Sachen an; Mütze, Schal und Handschuhe kommen wieder zum Einsatz. Unsere Autos haben wieder Winterreifen drauf und wir haben schon nach dem Eiskratzer gesucht.

Qualität des Winters
Viele mögen den Winter nicht und ich finde, wir tun ihm damit unglaublich unrecht. Denn eigentlich ist der Winter dafür da, uns auszuruhen und zu regenerieren – ganz wie es auch die Natur tut. Wir sind jetzt einfach müder, nicht so leistungsfähig und unsere uralten inneren Programme laufen in der dunklen Zeit eher auf Rückzug und Pause. Unsere Vorfahren wußten das noch und haben sich auf diese Qualität eingelassen.
In unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist dies aber nicht mehr erwünscht. Uns wird suggeriert, dass wir ständig funktionieren und durchgängig auf gleichem Niveau schaffen müssten.
Pausen sind nur dafür da, um anschliessend noch mehr reinhauen zu können. Wer sich ausruht, hat oft ein schlechtes Gewissen und zweifelt an der eigenen Leistungsfähigkeit.
Wir krank ist das eigentlich, dass wir ganz gesunde menschliche Bedürfnisse so abgeschrieben haben?
Es ist also nicht der Winter doof, sondern unsere Gesellschaft, die vollkommen unmenschliche Standards propagiert.
Ich finde: Wir sollten eine kleine Revolution starten und den Winter für uns so nutzen, dass wir uns diese eigentlich stille Zeit ein Stück weit zurück holen und unsere Seele auftanken lassen.
Wenn du Lust hast, da tiefer einzusteigen, empfehle ich dir sehr das Buch “Wintern” der Psychologin Kari Leibowitz. Sie erklärt darin, wie wir mit der richtigen Einstellung durch die dunkle Jahreszeit kommen und ich lieb es seh…


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