Offenbar dreht diese Welt ja grade durch. Wir spüren deutlich, dass sich die letzten Jahre vieles verändert hat. Das Leben ist gefühlt viel unsicherer geworden und es gibt vieles, worüber wir traurig und wütend sein können. Gleichzeitig gibt es aber auch die Dinge, die Hoffnung machen. Sie sind vielleicht etwas leiser, aber sie sind da.
Und ich glaub, wir alle dürfen uns die Frage stellen, was wir in der Welt befördern wollen: Das Gute oder das Schlechte?
Meine Meinung dazu ist eindeutig: Ich möchte einen Beitrage für das Gute leisten. Und darum, wie wir alle das versuchen können, geht es in diesem Artikel.
„Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten.“
Dalai Lama
Die Probleme in der Welt
Der Diskurs über diverse Themen in der Gesellschaft wird immer schwieriger. Immer hitziger wird darüber diskutiert, ob wir unseren Wohlstand teilen, Rücksicht nehmen und wer dazu die „richtige“, die „wahre“ Meinung hat.
Unser Leben im Kapitalismus führt dazu, dass wir Teil der Geldmaschinerie sind, die Natur, Menschen und Tiere ausbeutet, die das eigene Wohl über das der Schwächeren stellt und unseren Nachfahren einen ziemlich ramponierten Planeten hinterlässt. Die Schere in Deutschland geht immer weiter auseinander und die Unzufriedenheit mit dem System wächst.
In den Betrieben und Büros dieses Landes wird Druck bis zum Platzen aufgebaut. Die Arbeitswelt wird immer verrückter. Während an einer Stelle fett Kohle gescheffelt wird, wird weiter unten immer mehr Leistung von immer weniger Menschen abgefordert. Parallel dazu haben immer mehr Menschen finanzielle Sorgen, weil alles teurer wird und das Gehalt hinten und vorne nicht mehr reicht.
International verbreiten Testosteron-geschwängerte, größenwahnsinnige Männer mit fragilem Ego jede Menge Hass. Es werden Drohungen ausgesprochen, Wahrheiten verdreht, riskante Schwanzvergleiche betrieben und Kriege geführt.
Auf den Straßen wird gemotzt und gehupt, sich gegenseitig beschimpft, weil der Druck irgendwo hin muss.
Im Internet wird gehetzt, gedroht und Hass verbreitet. Algorithmus-getriebene Social Media-Plattformen saugen uns ein und spucken uns oft kraftlos und deprimiert wieder aus.
Was das mit uns macht
All diese Entwicklungen sind grad echt herausforderdernd. Vieles von dem, was wir alltäglich erleben oder auch im Fernsehen und im Netz sehen, macht uns ängstlich, wir werden ohnmächtig und vergraben uns im Zweifelsfall immer mehr in unserem kleinen, vertrauten Terrain.
Immer mehr Leute zerbrechen daran, dass sie mit all dem nicht mehr zurecht kommen. Sie sind erschöpft, werden krank, haben Unfälle oder betäuben sich mit irgendwelchen Drogen.
Viele von uns fühlen sich immer ohnmächtiger. Was soll man auch gegen all die Despoten auf der Welt ausrichten? Gegen das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft? Gegen die Umweltverschmutzung? Gegen die Ausbeutung der Welt? Wie soll man als einzelner etwas bewegen gegen Politik, Fakenews, Konzerne und Machenschaften?

Raus aus der Starre
Statt aber ohnmächtig in der Opfer-Haltung zu erstarren, können wir die Möglichkeiten nutzen, die wir haben. Auch, wenn wir nicht die ganze Welt retten können, können wir in unserem Umfeld etwas beitragen.
Kennst Du die Geschichte von dem Jungen und den Seesternen?
Ein alter Mann machte einen Spaziergang am Strand. Von weitem sah er einen Jungen, der irgendetwas aufhob und ins Meer warf. Als er näher kam, sah der alte Mann, dass der Junge Seesterne aufsammelte, die beim Sturm an den Strand gespült wurden. Der Junge hob einen nach dem anderen auf und warf sie zurück ins Meer.
„Was tust Du denn da?“ fragte er.
„Ich sammel die Seesterne auf und werfe sie zurück ins Meer. Sie sind angespült worden und kommen bei Ebbe alleine nicht ins Meer zurück. Wenn sie hier liegen bleiben, müssen sie sterben“ antwortete der Junge.
„Das schaffst Du nie. Der Strand ist ewig lang und es sind tausende Seesterne. Das hat doch keinen Sinn.“
„Oh doch, das hat es sehr wohl. Für diesen einen hier macht es absolut Sinn.“, sagte der Junge und warf einen weiteren Seestern in die Wellen.
Was tun?
Ich mag die Geschichte sehr. Weil sie zeigt, dass wir auch mit kleinen Dingen viel erreichen können; dass wir für den einzelnen viel bewirken können.
Und ich finde, wir sollten ein bißchen versuchen, der Junge zu sein. Ich bin überzeugt: Jede gute Handlung bringt positive Energie in die Welt. Und diese Energie wird sich irgendwie weiter fortsetzen.
Die Idee der „Guten Tat“ ist irgendwie aus der Mode gekommen. Wieso eigentlich? Ich finde sie so wertvoll. Denn wenn ich jemandem etwas Gutes tu, dann freut sich der andere wahrscheinlich. Und man selber freut sich, dass man jemandem eine Freude machen konnte. Eine großartige Win-Win-Situation!
Stell dir vor, da ist jemand, dem es gerade nicht gut geht. Du merkst das möglicherweise gar nicht. Aber oft kann ein freundliches Lächeln jemandem ein wenig helfen, der gerade eine schwierige Situation durchlebt. Letztlich geht es uns allen doch darum, gesehen und wertgeschätzt zu werden.
Ich merke immer mehr, wie sehr mich Freundlichkeit, Nachsicht und Hilfsbereitschaft anrühren. Und ich glaube, da geht noch was.
Also, lass uns mehr Liebe aussähen! Lass uns raus gehen und positive Energien verbreiten. Menschen stärken, ihnen an geeigneter Stelle helfen oder ihnen eine Freude machen. Es kostet uns so wenig und bringt so viel.
Dazu musst du jetzt nicht Gandhi werden oder Mutter Teresa. Wenn wir alle ein bißchen mehr Gutes als bisher tun, profitieren alle davon!
Also bringen wir mehr „Kindness“ in die Welt. Den englischen Begriff „kindness“ mag ich deshalb, weil er so eine schöne Mischung aus nett sein, Güte, Wohlwollen und Freundlichkeit meint. Und das können wir doch alle brauchen!

Über 80 konkrete Ideen zu #kindnessrules
Wenn du dich jetzt fragst, was man denn eigentlich tun kann, um anderen etwas Gutes zu tun, dann hab ich hier einen Schwung Ideen für dich zusammengestellt. Du sollst selbstverständlich nicht alles tun, aber vielleicht passt die ein oder andere Aktion für dich?
- Wenn Kinder auf der Autobahnbrücke stehen und winken, winken wir nächstes Mal zurück. Du wirst sehen, die kindliche Freude steckt an.
- Grüße fremde Menschen freundlich in passenden Situationen (im Treppenhaus, im Wald, in leeren Straßen, im Aufzug, etc.)
- Mach jemandem ein ernst gemeintes Kompliment.
- Pflanze in deinem Garten / auf deinem Balkon ein paar Insekten-freundliche Pflanzen gegen das Insektensterben aus.
- Hilf jemandem, der gerade Hilfe braucht.
- Hinterlasse eine positive Bewertung von einem kleinen Laden im Internet, wenn er dir gefallen hat und hilf ihm so, gegen die großen anzustinken. Überhaupt: Kaufe wenn möglich mehr beim lokalen Händler.
- Halte jemandem die Tür auf.
- Starte ein Social Startup. Also mach dich mit einer Idee selbständig, mit der du deinen Lebensunterhalt verdienen kannst und gleichzeitig etwas Gutes tust.
- Wenn du mitbekommst, dass jemand in deinem Umfeld sehr streng zu sich ist, biete ihm eine andere, entspanntere Sichtweise an. (Das kannst du bei dir selbst übrigens auch tun.)
- Fahre rücksichtsvoll und nachsichtig Auto. Lasse jemanden im Straßenverkehr vor.
- Wenn du einen Bettler oder Obdachlosen siehst, besorge ihm etwas zu Essen, zum Anziehen oder zu Trinken oder gib ihm ein paar Euros, wenn du kannst. Schenke ihm ein wertschätzendes Lächeln und ein paar freundliche Worte.
- Versuche, nachhaltiger zu leben. (Meine Ideen dazu findest du hier.)
- Gib im Restaurant ein positives Feedback, wenn dir das Essen geschmeckt hat oder der Service aufmerksam war.
- Wenn es regnet und du einen großen Schirm hast: Biete jemandem ohne Schirm an, ihn ein Stück „mitzunehmen“.
- Wenn du einen Streit hattest: Mach den ersten Schritt zur Versöhnung.
- Lächle das fremde Kind an, das dich so aufmerksam beobachtet.
- Hilf der Rentnerin, ihre schweren Einkäufe nach Hause zu tragen.
- Sorge gut für dich selber. So bist du entspannter und damit auch für deine Umwelt angenehmer. (Hier findest du einen passenden Artikel von mir dazu.)
- Engagiere dich ehrenamtlich.
- Kommentiere im Social Web, wenn dir etwas gefallen hat.
- Kommentiere im Social Web nicht, wenn dir etwas nicht gefallen hat.
- Bist du schon als Spender:in bei der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registriert? Wenn nein, dann hol das mal schnell nach.
- Geh wählen und sorge dafür, dass wir dieses Land nicht denen überlassen, die nur Hass säen wollen. Auch wenn du keine ideale Partei findest, nimm die, die dir am ehesten entspricht.
- Bücher, die du gelesen hast und nicht mehr lesen wirst, kannst du anderen Menschen weiterreichen und ihnen so eine Freude machen.
- Setze ein paar Samen für bunte Blumen in deiner Strasse in eine der Baumscheiben.
- Bring Menschen zum Lachen, wenn dir das liegt. In doofen Situationen wirkt ein humorvolles Wort oft befreiend.
- Vielleicht hast du auch Lust, ein bißchen mehr Zeit zu investieren? Dann schau, ob du einem Kind aus einer benachteiligten Familie bei den Hausaufgaben helfen kannst, eine geflüchtete Familie bei der Eingewöhnung unterstützen kannst oder ähnliches. Wo Leute gesucht werden, findet man auch bei den Freiwillligenagenturen.
- Biete dem Paketzusteller etwas zu trinken an oder gebe ihm ein kleines Trinkgeld.
- Schreib mal wieder jemandem eine liebe Postkarte.
- Hinterlasse irgendwo eine positive, anonyme Botschaft. Kleb z. B. einen Post-it an die Innenseite der Haustür, auf dem steht „Hab einen wundervollen Tag.“.
- Erkläre jemandem etwas, was du bereits kannst, wenn er / sie nach Wissen sucht.
- Gib im Restaurant ein großzügiges Trinkgeld, wenn du es dir leisten kannst.
- Spende für Instituitionen, die sich für die guten Dinge einsetzen. Es reicht auch ein klitzekleiner Betrag.
- Geh auf eine Person zu, die einsam oder traurig wirkt. Lächle sie an oder sprich sie an.
- Arbeite für eine gemeinnützige Gesellschaft.
- Wenn du deine Haare drastisch kürzen willst: Spende das abgeschnittene Haar an „Haare spenden“ und helfe so einem kranken Menschen.
- Gib deinen Sitzplatz in der Bahn an jemanden ab, der nicht so gut stehen kann.
- Bedanke dich bei jemandem, der dein Leben auf irgendeine Weise positiv beeinflusst hat. Oft ist es uns ja gar nicht klar, wenn wir positiven Einfluss auf andere Menschen hatten.
- Unterstütze andere mit Kleinigkeiten, wenn es für dich einfach ist.
- Verschenke ein paar Blümchen.
- Wenn Menschen ein Foto von ihrer Gruppe machen, bietet ihnen an, dass du das Foto machst, so dass sie alle drauf sind.
- Sammle am Strand oder in der Natur Müll auf und wirf ihn in den Mülleimer.
- Lade dir die App Wheelmap herunter und hilf Raul Krauthausen, die Karte zum Suchen von rollstuhlgerechten Orten weiter auszubauen.
- Wenn du jemanden mit etwas Schwerem siehst, hilf ihm, es zu tragen. Zum Beispiel, einen Kinderwagen die Treppen rauf, wenn die Rolltreppe nicht geht. Der Nachbar, der alleine den neuen Fernseher hoch tragen muss, etc.
- Füttere die Vögel im Winter und hilf ihnen durch die herausfordernde Zeit.
- Entscheide dich, deine Organe nach deinem Tod anderen zu spenden. Wenn du tot bist, brauchst Du sie eh nicht mehr; anderen Menschen rettest du damit das Leben. Den nötigen Ausweis kannst du hier ganz unkompliziert runter laden.
- Wenn du an einem dreckigen Auto vorbei kommst: Male mit dem Finger ein Herz auf die Windschutzscheibe.
- Lass im Supermarkt an der Kasse jemanden mit wenigen Einkäufen vor.
- Übernimm für deine Nachbarin das Blumen giessen oder das Leeren des Briefkastens, wenn sie in Urlaub fährt.
- Bringe Kleidung und Dinge, die du nicht mehr brauchst, die aber noch tragbar bzw. funktionsfähig sind, zum Sozialkaufhaus oder zu einem ähnlichen Ort, wo sie weiter verteilt werden.
- Höre einem Menschen zu, der sich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befindet.
- Frische mal wieder dein Wissen in Erster Hilfe auf. Die Hilfsorganisationen bieten sicher auch in deiner Stadt einen Kurs an.
- Werfe niemals Pfandflaschen weg. Stell sie irgendwohin, wo sie von Flaschensammlern gefunden werden können. In manchen Supermärkten kann man auch den Pfandbon für einen guten Zweck spenden.
- Sage deinen Liebsten, dass du sie liebst.
- Engagiere dich für das, was dir wichtig ist. Tu dich mit anderen zusammen, werde Mitglied in einem Verein oder in einer Partei.
- Gib einen Fehler zu und entschuldige dich. Aber mache dir selbst dann nicht zu viele Vorwürfe.
- Setze Insekten, die sich in deiner Wohnung verirrt haben, wieder lebend nach draussen. Oder lass sie im Winter einfach bei dir wohnen und studiere sie ein wenig.
- Reduziere Erwartungen an andere.
- Steh jemandem bei, wenn er sich nicht alleine wehren kann.
- Du siehst jemanden, der offenbar ortsfremd ist? Frag ihn, wo er hin will und ob du ihm helfen kannst.
- Nimm jemanden in den Arm, der es grad nötig hat.
- Hast du mal darüber nachgedacht, Blut zu spenden? Werde durch einen kleinen Picks zum Lebensretter!
- Bevor Du jemanden kritisierst: Versuche dein Feedback wertschätzend zu formulieren. Bewerte weniger und vermeide Schuldzuweisungen.
- Du hast Kinder? Wenn eine Familie in Not gerät, hilf, indem du die Kinder zwischendurch mit betreust und die Familie ein wenig entlastest.
- Denke an den Feiertagen an Leute, die keine Angehörigen haben und lade sie mit in deine Familie ein.
- Schau mal zwischendurch nach einem Nachbarn, der schon älter ist und nicht mehr ganz fit.
- Versuche wenn möglich zu vermitteln, die oft vergifteten Diskussionen unserer Gesellschaft wieder auf ein Level zu bringen, wo ein Austausch möglich wird.
- Stell im Sommer eine Vogel- und Insektentränke nach draussen. Dazu fülle eine Schüssel mit Steinen und Wasser.
- Bring deiner Kollegin aus der Mittagspause spontan ein Eis mit.
- Küsse deinen Partner öfter.
- Wenn es einen Konflikt gibt: Löse ihn wertschätzend. Wie das geht, kannst du z. B. hier nachhören.
- Packe in der Vorweihnachtszeit ein Geschenkpaket für Kinder, die in finanzschwachen Familien groß werden.
- Wenn du etwas siehst, wovon du weißt, dass sich jemand besonders darüber freuen würde, kauf es und schenk es ihm. Es muss nicht immer Geburtstag oder Weihnachten sein, um Geschenke zu machen.
- Schicke jemandem eine liebe Nachricht, wenn du an ihn denkst. Wünsche ihm einen schönen Urlaub, viel Erfolg bei einer Prüfung oder schick nur so einfach liebe Grüße.
- Informiere dich zu Rassismus und beziehe Haltung.
- Beschwere dich nicht ständig über dein Leben und die Menschen. Übernimm die Verantwortung dafür und schaffe dir das Leben, das dir entspricht.
- Versuche, deinen Fokus mehr auf das zu lenken, was in der Welt gut ist und sprich darüber.
- Empfehle aktiv Menschen weiter, die einen guten Job machen.
- Bedanke dich bei den „guten“ Menschen in deinem Umfeld dafür, dass es sie gibt. Sag ihnen, was du an ihnen schätzt.
- Lese Bücher dazu, wie du mit den Herausforderungen der Welt besser umgehen kannst bzw. was du beitragen kannst.

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Diesen Artikel habe ich übrigens bereits 2018 geschrieben, also noch deutlich vor der Corona-Pandemie. Zwischendurch habe ich ihn immer wieder aktualisiert. Aber die Kernaussage ist die gleiche geblieben.
Und noch ein Hinweis zu meinem Blog, falls du mich nicht kennst:
Ich heiße Maike Kranaster und schreibe hier über alles, was das Leben leichter und schöner macht. Schau dich gerne mal auf meiner Seite um, wenn du daran Interesse hast.
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