Schon lange hatte ich mir als großer Heidelandschaft-Fan gewünscht, die Lüneburger Heide endlich mal während der Blütezeit zu besuchen. Ich war vor drei Jahren schon mal kurz vor der Blütezeit dort und da hatte es mir schon so gut gefallen.
Und da ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen hatte, endlich ein paar meiner Langzeitträume zu erfüllen, hatte ich mit Janine schon zu Jahresbeginn eine Ferienwohnung für die Heideblütenzeit gebucht.
Und tatsächlich fand ich es noch so viel schöner als erwartet, so dass ich jede Menge Fotos mitgebracht habe, die ich jetzt mit dir teilen will.
Faszination Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide ist einfach ein Traum: Hübsche kleine Orte und dann die wunderschöne Heidelandschaft! Wir waren diesmal ausschliesslich in der Natur unterwegs, weil wir diese wunderbare Landschaft voll auskosten wollten:
Die sandigen Wege,…


… die Heide…


… viel Wacholder, …

… mit den Wacholderbeeren für die Suppe 😉 , …

… Birken …

… und Eichen.

Am Wegesrand findet man verschiedene Blumen, die so wunderbar mit der lila-farbenen Heide harmonieren.

Und auch Lise mochte diese Sache in der Heide sehr.

Zum Sonnenaufgang in die Osterheide
Einen Morgen haben wir uns früh den Wecker gestellt und waren kurz vor dem Sonnenaufgang um 6.11 Uhr in der Osterheide. Es war noch ganz ruhig dort. Ein paar Wohnmobile standen auf dem Parkplatz, aber sonst war weit und breit niemand zu sehen. Wir sind in der Dämmerung in die Heide hineingelaufen.

Jede Menge Dunst hing auf dem Boden und am Horizont deutete sich leicht der kommende Sonnenaufgang an.

Kurz drauf erschien dann ein leuchtender Ball am Horizont und färbte den Himmel orange.

Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell doch so ein Sonnenaufgang vonstatten geht.

Besonders hübsch sind auch die kleinen Holzhäuser, die hier und da zu finden sind.

Das Licht und die Landschaft waren an diesem Morgen einfach traumschön!

Und auch wenn wir für dieses Erlebnis so früh aufstehen mussten – es hat sich total gelohnt und wir sind vollkommen beseelt zum frühstücken zurück in unsere Ferienwohnung gefahren.
Altweibersommer in der Lüneburger Heide
Um diese Jahreszeit kann man am Morgen hier auch den Altweibersommer in vollem Gang erleben: Überall sah man Spinnennetze, in denen noch der Tau der Nacht lag.

Dicht an dicht lagen die Netze in der Landschaft.

Besonders hübsch fand ich auch dieses Kunstwerk in dem Hagebuttenbusch.

Pietzmoor
Begeistert waren wir auch von unserem Besuch im Pietzmoor bei Schneverdingen. Man läuft auf diesem 4,4 km langen Rundweg den größten Teil über Holzstege durch die wunderschöne Moorlandschaft.

Auf ca. 2,5 Quadratkilometer findet sich das etwa 8.000 Jahre alte Pietzmoor.

Die Runde durch die Landschaft ist wunderbar entspannend.


Auch hier findet sich an vielen Stellen Heide.

Lise hätte gerne auch mal alles abseits der Stege erkundet, aber das bietet sich im Moor leider nicht so an… 😉

Wir Frauen haben uns aber über die blauen Libellen gefreut, die dort unterwegs waren.

Die Moorlandschaft hat uns auf jeden Fall total gut gefallen!

Wanderung zum Totengrund
Einen Tag sind wir vom Wanderparkplatz in Niederhaverbeck zum Totengrund gelaufen, einem wunderschönen Heidetal.
Zunächst ging es über eine steinerne Brücke, neben der Lise erst mal im sauberen Bach trinken ging und sich die Füsse kühlte.

Dann kamen wir schnell zu den großen Heideflächen und sind dort auf den Turmberg gelaufen, der allerdings gar keinen Turm hat. Dafür hat man von dort einen tollen Ausblick über die weiten Heideflächen.

Irgendwann kamen wir in einen dichten Wald…

… mit vielen Pilzen…

… und Wildblumen.

Nach dem schönen Waldabschnitt landeten wir wieder in der Heidelandschaft.

Es ging vorbei an diesem tollen Reetdachhaus.

Überall hörte man fleissiges Summen der Bienen…

…deren Bienenstöcke oft in solch kleinen Hütten zuhause sind.


Das war eine tolle Tour in abwechslungsreicher Landschaft, die wir mit Kaltgetränken und leckerem Kuchen im Hofcafé Bockelmann abgeschlossen haben. Einen Besuch hier kann ich sehr empfehlen.

Heidschnucken
Was in der Heide nicht fehlen darf, sind die Heidschnucken. Diese besondere Schafart ist das Wahrzeichen der Lüneburger Heide und für die Landschaftspflege zuständig.
Die Heidschnucken fressen Gräser und Gehölze, die die Heidepflanzen verdrängen würden und tragen so dazu bei, dass die Landschaft so erhalten bleibt. Unterstützung bekommen sie von Ziegen, die beim Verbiss von Birken und Kiefern helfen.

Wir hatten tatsächlich die ganzen Tage unterwegs keine Heidschnuckenherden angetroffen. Daher sind wir am letzten Tag morgens zum Schafstall in Schneverdingen-Höpen gefahren und haben dort den Stallaustrieb der Heidschnucken beobachtet.

Als wir gegen 9.30 ankamen, war noch nichts zu sehen. Um kurz vor 10 öffnete sich das große Tor und die Tiere kamen raus in den umzäunten Bereich. Dann gingen alle noch mal zum Fressen rein, bevor der Schäfer dann gegen 10.30 Uhr mit der Herde los zog.

Das war ein toller Abschluss unseres Kurztrips in die Lüneburger Heide!
Fazit
Auch wenn ich früher dachte, die Lüneburger Heide könnte ich besuchen, wenn ich steinalt bin, seh ich das heute ganz anders! Die Landschaft ist so wunderschön und so vielfältig! Sie ist so toll geeignet zum Wandern und Radfahren und die Anreise ist aus vielen Ecken Deutschlands in recht kurzer Zeit möglich.
Ich bin jedenfalls total happy, dass ich diesen lang ersehnten Trip jetzt endlich umgesetzt habe! Die Heide ist wirklich eine tolle Region für alle, die gerne in der Natur sind. Es gibt hier so viel zu sehen und zu besuchen, dass man hier bestimmt eine Woche gut verbringen kann.
Servicetipps
Viele nützliche Infos findest du auf der Seite der Lüneburger Heide.
Hier sind z. B. die 33 TOP Sehenswürdigkeiten der Heide aufgezählt.
Unterkünfte findest du z. B. über die Website der Lüneburger Heide oder sonst auf den üblichen Plattformen. Wir hatten eine Ferienwohnung über AirBnB in Schneverdingen gebucht.
Vielleicht noch wichtig: Die Lüneburger Heide teilt sich in zwei räumlich getrennte Bereiche: Die Lüneburger Heide zwischen Lüneburg und Soltau und die Südheide nördlich von Celle. Eine Übersicht findest du hier.
Als Reisezeit empfiehlt sich natürlich die Blütezeit der Heide, die – wie man sagt – etwa vom 8.8. bis 9.9. geht. Aber auch zu den anderen Jahreszeiten muss es hier schön sein. Ich habe mir vorgenommen, im Herbst noch mal herzukommen, wenn die Bäume bunt werden und der Nebel allem einen mystischen Zauber versetzt.
Übrigens kann man die Heide auch gut besuchen, wenn man nicht ganz so gut zu Fuß unterwegs ist. Wer gerne Rad fährt, findet hier viele schöne Strecken. An vielen Orten werden Pferdekutschfahrten durch die Heide angeboten. Und auf dem Weg durch`s Pietzmoor kam uns auch jemand mit Rollstuhl entgegen.
Die Lüneburger Heide ist auch ein ideales Reiseziel mit Hund. Allerdings solltest du wissen, dass in der Heide Leinenpflicht herrscht. Für uns war das kein Problem, weil die jagdbegeisterte Lise sowieso immer an der Leine laufen muss.
Hier noch zwei weitere Wandertipps:
- Eine Wanderung um den Brunsberg in der Nähe von Buchholz ist ebenfalls empfehlenswert. Die Landschaft ist hier auch wunderschön und es ist verhältnismässig wenig los.
- Das Büsenbachtal in Wörme ist ebenfalls sehr hübsch und das Café & Restaurant Schafstall dort ist definitiv einen Besuch wert.

Falls du Lust auf einen Städtetrip hast, ist auch die Hansestadt Lüneburg mit ihrer wunderschönen Altstadt sehr empfehlenswert. Wir waren diesmal nicht da, aber 2020 hatten wir die Stadt schon besichtigt und waren sehr begeistert.

So, das waren meine Eindrücke von unserem Urlaub in der Lüneburger Heide. Wie sieht es bei dir aus? Warst du schon mal hier und hast du ggf. noch weitere Tipps?
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Hinweis: Diesen Artikel habe ich aus freuen Stücken geschrieben, weil mir die Lüneburger Heide so gut gefallen hat. Ich habe keine Gegenleistung dafür bekommen.


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