Diese Woche fallen meine Glücksmomente anders aus als sonst. Ich mache mir Sorgen. Aus aktuellem Anlass. Ich würde mich freuen, wenn du meinen Artikel trotzdem liest. Es geht dann auch gleich „normal“ weiter. 😉
Sorge und Scham
Ich weiß, dass ihr alle die Glücksmomente eigentlich wegen der positiven Vibes mögt. Dass dieser Blog ein Ort ist, an dem es um die schönen Dinge im Leben gehen soll. Und das soll auch so bleiben. Aber aus aktuellem Anlass möchte ich dann doch hier Stellung beziehen. In der Hoffnung, dass wir alle zusammen vielleicht auch Entwicklungen verhindern können, die dann später kaum noch Raum für Schönes lassen.
Ich mache mir Sorgen um unsere Demokratie und um unser Land. Ja, hier gibt es viele Baustellen und mit vielem hier bin ich nicht einverstanden. Aber unabhängig davon möchte ich weiter in einer freiheitlichen Demokratie leben, in der Menschen sicher leben können.
Spätestens nach den Recherchen vom Medienhaus Correctiv wissen wir, was von rechter Seite geplant wird und wie erschreckend konkret diese Pläne bereits sind. Es geht darum, einen völkischen Staat aufzubauen, in dem nur noch die leben dürfen, die den Regierenden genehm sind. Das wäre das Ende unserer Demokratie und unserer freien Gesellschaft. Es geht konkret darum, Menschen mit Migrationshintergrund und alle anderen, die nicht in das Weltbild passen, aus unserem Land zu vertreiben.
Mir ist beim Lesen des Correctiv-Artikels wirklich schlecht geworden. Mich beschämt und erschreckt grad alles daran. Ich schäme mich für die Arroganz mancher Deutschen, zu glauben, wir wären besser als andere Nationen. Ich schäme mich dafür, dass Menschen, die hier ihr bestes tun um zu einem guten Gemeinwohl beizutragen, nun Angst um ihr Leben und ihr Zuhause, ihre Heimat, haben müssen.
Wenn du die Recherche von Correctiv noch nicht gelesen hast, bitte ich dich: Lies sie!
>>> Den Artikel „Geheimplan gegen Deutschland“ findest du HIER.
Unsere Demokratie und unsere Freiheit sind grad so sehr bedroht wie noch nie. Wir alle müssen das wissen. Es kommt jetzt auf uns alle an!
Lange haben viele von uns sich bedeckt gehalten. Aber mittlerweile ist klar: Wir alle müssen uns positionieren und Teil der Lösung sein. Das kann ja auch im Kleinen sein: Sich auf seriösen Seiten informieren, im Gespräch bleiben, im Umfeld aufklären, wählen gehen (Es kommt auf jede Stimme an! Auch zur Europawahl 2024.), zu entsprechenden Demos gehen (Termine findet man hier), ggf. selbst in der Politik aktiv werden, den Menschen den Rücken stärken, die jetzt Angst haben, etc. Auf jeden Fall müssen wir alle deutlich machen, in welchem Land wir leben wollen. Bitte lass uns alle tätig werden und für den Erhalt unserer Demokratie kämpfen!
Ein Interview, das das gut zusammenfasst, hat Deutschlandfunk mit dem Politologen Claus Leggewie geführt. (Danke an Vanessa für den Tipp!)
>>> Hier gehts´zum 14-Minuten-Audio.
So, das musste mal gesagt werden. Starten wir jetzt aber mit den schönen Sachen!

Winterliebe
Was hab ich den Winter diese Woche genossen! Auf meine Winter-Bucketlist hatte ich geschrieben, dass ich einen Ausflug in den Schnee machen wollte. Dass aber der Schnee jetzt zu mir kam, fand ich ausgesprochen freundlich.

Ein richtiger Schneetag definiert sich für mich so, dass es beim Laufen unter den Schuhen knirscht. Das war jetzt so und das ist in Dortmund eher selten der Fall.

Schnee und Sonne ist das größte! Aber auch an den bewölkten Tagen finde den Blick in den Wald immer ganz toll, wenn die Strukturen durch die wenige Farbe so besonders hervortreten.

Und auch Lise hatte großen Spaß im Schnee. Wie ich letztens gelesen hatte, kondensiert die kalte Luft die Gerüche, so dass die Hunde da noch mehr erschnüffeln können. Und das ist für meine Jagdhündin natürlich ganz großes Kino!

Und auch die Runden mit den anderen Hunden haben Lise und ich wieder sehr genossen.

Essen 🙂
Ich habe ja seit Anfang Januar meinen Zuckerkonsum deutlich reduziert. Und das klappt überraschend gut.
Zwei wichtige Learnings hab ich nämlich gemacht:
- Aus dem Podcast mit Dr. Matthias Riedl weiß ich, dass wir trotz Essen hungrig bleiben, wenn wir nicht genug Eiweiß zu uns nehmen. Es braucht also gar nicht die riesige Portion Kohlenhydrate (grad wenn wir uns nicht so viel bewegen), sondern eben Eiweißlieferanten wie z. B. Hülsenfrüchte, Bohnen, Pilze, Nüsse, Tofu, Fleisch, Lachs, Eier oder eben auch Skyr (deutlich eiweißreicher als Joghurt) oder Quark und Hüttenkäse. 0,8 bis 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht müssen wir zu uns nehmen, damit wir ausreichend versorgt sind. Diese Erkenntnis führt dazu, dass ich tatsächlich immer satt bin, trotz weniger Kalorien.
- Und das zweite ist, dass ich gemerkt habe, dass ich immer dann zu Schokolade oder schnellen Kohlenhydraten gegriffen habe, wenn ich eigentlich erschöpft war. Das war aber kontraproduktiv, weil die Energie nach Süßem nur kurz ansteigt und dann wieder rapide abfällt. Mir hat es also sehr geholfen, mal auf meinen Körper zu achten, was er eigentlich braucht, wenn ich denke, ich müsste jetzt Schokolade oder Kekse essen.
Wenn ich einen echten Jeeper auf Schokolade habe, gönne ich mir einen Riegel Zartbitterschokolade. Oder alternativ eine Handvoll (ungesalzener) Nüsse. Damit bin ich dann happy. Mal sehen, wie es weiter geht.
Falls das auch für dich interessant sein sollte, hinterlasse gerne einen Kommentar. Dann würde ich mal einen separaten Artikel dazu verfassen, in dem ich alles zusammenfasse.
Threads
Übrigens hab ich mich jetzt auch bei Threads angemeldet, der neuen Plattform von Insta, die Twitter nachempfunden ist. Falls du da auch bist, kannst du mir gerne folgen. Hier geht`s lang.
Gelesen, geguckt, gehört
Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“ von Alice Hasters
Diese Woche habe ich es endlich geschafft, das Buch von Alice Hasters zu lesen. Und auch das hat mich sehr beschämt. Viele Zusammenhänge in Sachen Rassismus waren mir nicht klar und ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt schlauer geworden bin.
Alice Hasters stellt in diesem Buch das ganze Repertoire an Rassismus dar, dem die meisten von uns immer noch unterliegen, ohne es überhaupt zu merken. Wir Weissen merken gar nicht, wie privilegiert wir tatsächlich sind. Auf Grund fehlender Aufklärung in der Schule aber auch oft fehlender Sensibilität wird es Menschen mit Migrationshintergund immer noch sehr viel schwerer gemacht.
Es wird auch die deutsche Rolle im Kolonialismus beleuchtet und welche vermeintlichen Selbstverständlichkeiten daraus heute noch resultieren.
Ein wirklich, wirklich lesenswertes Buch. Auch für alle, die glauben, mit Rassismus gar nichts am Hut zu haben.
>>> Alice Hasters: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“**
Podcast „WDR 5 Neugier genügt“, Folge „Die Rolle von „Bedeutsamkeit“ für die Gesundheit“ vom 11. Januar
In dieser Podcast-Folge ging es darum, dass wir Sinn für ein gelingendes Leben brauchen. Das ist mir natürlich nicht neu, aber es wurden noch mal einige für mich neue Aspekte zusammengestellt. Die 21 Minuten fand ich sehr hörenswert.
Gesprächspartner ist hier u. a. der Zufriedenheitsforscher Prof. Dr. Tobias Esch, über dessen Buch „Mehr Nichts!“ ich ja neulich hier schon geschrieben hatte.
Podcast „Erschöpfung statt Gelassenheit, Folge „Nicht erschöpft, sondern okkupiert“ mit Harald Welzer
In ihrem Podcast spricht die Journalistin Kathrin Fischer mit verschiedenen Gesprächspartnern darüber, warum wir so erschöpft sind und dass der vermeintliche Gegenpol – achtsamer zu sein und zu meditieren – nicht die Lösung ist. In dieser Folge hat sie mit dem Soziologen, Sozialpsychologen und Autor Harald Walzer über die Erschöpfung der Gesellschaft gesprochen. Ich finde, da waren wieder viele gute Gedanken dabei!
Noch mehr kleines Glück
Was mich sonst diese Woche noch erfreut hat:
- Ein Frühstücksbesuch von Janine.

- Am Dienstagmittag ein leckeres und kurzweiliges spätes Mittagessen mit Claudia zu geniessen und auf dem Rückweg den Mond am Himmel zu entdecken.

- Ein Besuch von Susanne mit guten Gesprächen.
- Ein schöner Tag mit meiner Tante und meinen Eltern im und ums Torhaus am Möhnesee mit Schnee, Sonne und bestem Essen.

Gedanke der Woche
Meine heutige Frage an dich lautet:
Was könntest du dir diese Woche mal ausser der Reihe gönnen? Vielleicht einen Strauss Blumen? Oder auch Zeit für eine Telefonat mit einer Freundin? Eine halbe Stunde mit einem Buch auf der Couch? Was auch immer dir einfällt: Schau mal, ob du es nicht einrichten kannst.
So, das waren meine Glücksmomente für diese Woche. Dir wünsche ich jetzt ein schönes Wochenende und eine gute neue, hoffnungsvolle Woche!
Alles Liebe für Dich – love & peace!
Deine Maike

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Die Reihe „Glücksmomente der Woche“ ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise!
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein.
*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.
**Für meine Buchempfehlungen verlinke ich zu zwei verschiedenen Shops: Zur inhaberinnengeführten Buchhandlung „Seitenreich“ in Dortmund-Huckarde, die auch einen gut funktionierenden Online-Shop haben, sowie auf Autorenwelt. Ich vermeide es, Bücher bei den großen Händlern wie z. B. dem amerikanischen Bücherriesen zu kaufen. Das hat folgende Gründe:
A) Ich finde es wichtig, die lokalen Geschäfte zu unterstützen, da sie die Innenstädte bereichern und ihre Geschäftsmodelle auch mehr meinen Werten entsprechen.
B) „Autorenwelt“ ist ein Onlineshop, wo man „echte“ Bücher, aber keine eBooks bestellen kann. Hier bekommen die Autor:innen einen zusätzlichen Beitrag vom verkauften Buch. Denn, was viele nicht wissen, als Autor:in verdient man ziemlich wenig an den eigenen Büchern, wenn man nicht selber publiziert. Der große Teil der Gewinne bleibt beim Verlag und beim Handel und so bleiben für die Autor:innen nur um die 7% vom Netto-Verkaufspreis übrig. Für jedes Buch, das über Autorenwelt verkauft wird, erhalten sie 7% zusätzlich, die dann quasi bei der Marge des Handels eingespart werden. Ich finde, eine faire Sache!
Ich bekomme übrigens für die Verlinkungen nichts, außer vielleicht gutes Karma. 😉
Die Preise der Bücher schreibe ich zur Orientierung für Dich dahinter. Sie können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Insofern checke den aktuellen Preis noch mal bevor Du es kaufst. Ich aktualisiere die Preise im Nachgang nicht.


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