Seit Mittwoch ist jetzt offiziell Sommer. Also so richtig, auch kalendarisch. Allein das ist ja schon ein Grund, glücklich zu sein, nicht wahr?
Sommer
Und damit der Sommer auch angemessen gewürdigt werden kann, hier noch ein paar Impulse:
In meinen Glücksmomenten vor zwei Wochen hatte ich ja schon über den Sommer geschrieben und hatte gefragt, wie du diesen Sommer zu einem besonders guten machen willst. Falls du da dachtest „Oh jau, da mach ich mir mal Gedanken zu!“ und hast es aber wieder vergessen, ist jetzt noch mal Gelegenheit dazu. 😉
Hast Du eigentlich Mittsommer gefeiert? Mittsommer ist ja der längste Tag des Jahres. Wenn du das feiern vergessen hat, kannst du das ja jetzt am Wochenende noch nachholen. 😉
Es muss ja nicht das grosse Fest sein, das wieder nur viel Arbeit macht. Du könntest aber vielleicht ein abendliches Picknick in der Natur machen, Dir einen Sommerblumenstrauss pflücken, den Abend mit einem leckeren Drink draussen auf dem Balkon zelebrieren, zu einem See oder Fluss fahren und baden, barfuss laufen oder was auch immer!
Was ist deine typische Sommer-Aktivität?
Der Yogabedarf-Hersteller Lotuscrafts hat einen tollen Artikel mit schönen Anregungen zu Mittsommer auf dem Blog. Bei Interesse findest du ihn hier.
Unterwegs
Lise und ich sind ja nun seit gut einer Woche im Bulli in Südfrankreich unterwegs. Und das ist eine ziemlich gute Sache, muss ich sagen!
Ich freu mich, dass so viele von euch Lust haben, mich dort in den Glücksmomenten zu begleiten. Was anderes hätte ich ehrlich gesagt hier grad auch nicht anbieten können. 😉 Ich hab meine Erlebnisse mal nach Tagen aufgeteilt, so kannst du meine Stationen nachverfolgen.
Samstag: Mont Ventoux, Sault, Nesque-Schlucht und Villes-sur-Auzon
Wir sind am Samstag morgen über den Mont Ventoux gefahren. Das war wie immer ziemlich beeindruckend! Dieser 1909 m hohe Berg, der auch oft Etappenziel der Tour de France war, ist irgendwie faszinierend: Viele Pinien und typische Garrigue-Pflanzen finden sich dort, nur der Gipfel ist fast vegetationsfrei und sieht aus wie eine Mondlandschaft.

Vom Mont Ventoux aus sind wir weiter in die Lavendelstadt Sault gefahren. Und obwohl ich ja letzte Woche großspurig angekündigt hatte, Lavendelfelder zu zeigen, blühen die hier leider noch gar nicht. Nun ja, dann muss ich wohl auf dem Rückweg noch mal hier vorbei fahren. 🙂
Immerhin gibt‘s hier schöne Geschäfte.

Und ich hab mir im Ort einen kleinen Lavendelsack gekauft, der nun vorne im Bulli liegt und schönen Duft verbreitet.

Weiter ging es dann durch den George du Nesque, die Schlucht des Nesque-Flusses. Die ist echt beeindruckend. An diesem Aussichtspunkt auf 872 m Höhe hat sich die kleine Nesque in vielen, vielen Jahren eine 300 m tiefe Schlucht in die Berglandschaft gegraben.

Für dieses Foto bin ich nur kurz aus dem Auto gesprungen. Als ich zurück zum Bulli kam, begrüsste Lise mich durch‘s halb geöffnete Fenster überschwänglich, was mich schon ein wenig wunderte. Dann aber hörte ich von hinten aus dem Gebüsch komische Geräusche.

Falls du es nicht gleich erkennst, das dunkle da links von der Mitte ist ein Wildschwein. Zum Glück war die Strasse mit einem Stacheldrahtzaun abgegrenzt. Sonst wäre das für die Autofahrenden und das Schwein vielleicht doof geworden. Aber Lise hat auch mächtig mit ihm geschimpft. 😉
Die Nesqueschlucht endet bei Villes-sur-Auzon, einem hübschen Ort, wo ich spontan einen Stop gemacht habe. Ich erinnere mich, dass ich mindestens schon ein mal durch diesen schönen Ort gefahren bin, aber bislang nie angehalten hatte. Das hab ich diesmal anders gemacht. Zum Glück! Denn dieser Ort entspricht genau dem, wofür ich provenzalische Orte so liebe.

Und nach dem Erlebnis mit dem Wildschwein sass dann dort im Ort noch eine Ente auf dem Brunnen.

Nach einem Mittagessen habe ich dann entschieden, dort auch über Nacht zu bleiben und habe den örtlichen Campingplatz aufgesucht. Erst hab ich einen weiteren Tag drangehängt, dann hab ich entschieden, dort einfach eine ganze Woche zu bleiben. Nach all dem Trubel tut es jetzt gut, ein bißchen runterzukommen.
Am Sonntag haben Lise und ich einfach nur abgehangen, sind hinter’m Bällchen hergerannt (Lise) und haben gelesen (ich). Am Abend haben wir uns dann eine Pizza in der örtlichen Pizzeria geteilt.
Montag: Abbaye de Senanque & Gordes
Montag morgen bin ich mit Lise früh los Richtung Abbaye de Senanque, einem typischen Postkartenmotiv der Provence. Ich wollte einfach nur kurz die Stimmung dort und ein paar Bilder mitnehmen, bevor der Ort von Besucher:innen überrollt wird.

Besonders hübsch wird es sein, wenn dann der Lavendel blüht.
Von der Abtei aus war es nur noch ein Katzensprung bis Gordes. Ein toller Ort, der aber um diese Jahreszeit auch ziemlich überlaufen ist. Wir waren allerdings schon um 9.30 Uhr da und so konnten wir noch eine entspannte Tour durch das Dorf machen, einen Café Crème in einer Bar mit tollem Ausblick geniessen und beim Bäcker für ein spätes Frühstück einkaufen.

Danach ging es dann durch die wunderschöne Landschaft auf schmalen, kurvigen Straßen zurück zum Campingplatz.

Ich mag die Natur da unten auch so gerne! Die dort typisch mediterrane Landschaft, die sogenannte „Garrigue“, ist geprägt von Felsgestein, Steineichen, Pinien, Wacholder, Zedern und Ginster, der gerade blüht. Wunderschön!
Dienstag…
… war es warm und wir faul. Lise lag den ganzen Tag im Auto…

… ich lag vor dem Auto im Liegestuhl und hab gelesen. Ansonsten gab es für mich Kirschen und abends Griechischen Salat (hab allerdings die Oliven vergessen. Schmeckte trotzdem. 😉).

Mittwoch: Ocker
Am Mittwoch wurde es heiss. Also habe ich morgens mit Lise eine Runde ums Dorf gemacht. Dabei habe ich die wunderschönen Ockerfelsen entdeckt, die mich immer so beeindrucken.


Dann ging es durch Weinberge …

… und an Blumenwiesen vorbei zurück zum Campingplatz.

Donnerstag: Gewitter
Am Donnerstag war Regen und Gewitter angesagt. Da haben wir uns nicht viel wegbewegt vom Campingplatz und den Tag im und am Bulli vertrödelt.
Gegen Nachmittag war der Spuk dann zum Glück vorbei und die Sonne kam wieder raus.

Freitag: Pernes-les-Fontaine
Am Freitag morgen bin ich früh nach Pernes-les-Fontaines gefahren, einem kleinen Ort hier im Vaucluse (der Vaucluse ist der Bergzug hier).

Da ich schon gegen 9 Uhr dort war, war alles noch ziemlich ausgestorben. Aber so konnte ich schöne Aufnahmen mitbringen.

Sagte ich schon, dass ich die typisch provençalischen Orte so liebe? 😉 Diese schönen Farben der Häuser kombiniert mit den hellblauen Fensterläden finde ich einfach wunderschön. Dazu die großen Platanen, die so wunderbar Schatten spenden an den heißen Sommertagen.

Als ich einmal rum war, hab ich mir dann ein typisches Frühstück gegönnt: Einen Kaffee – in meinem Fall einen Café Crème – und ein Croissant. Lecker!

Zurück zum Campingplatz ging es dann durch Felder und Weinberge, zwischendurch immer den Mont Ventoux vor Augen.

Gelesen, geguckt, gehört
Hier ist immer noch leichte Lektüre angesagt. Und so hab ich diese Woche zwei Romane aus der Inselgärtenreihe von Patricia Koelle gelesen: „Die Zeit der Glühwürmchen“ (Teil 1) und „Das Lächeln der Libellen“ (Teil 2). Die mochte ich gerne! Vielen Dank für den Tipp an Anke und Petra! 😄 Ein weiteres Buch der Autorin wartet schon auf meinem eReader.

Noch mehr kleines Glück
Was mich sonst diese Woche noch erfreut hat:
- Interessante Leute getroffen 1: Ein Rentnerpaar, die mit dem Elektro-Liegefahrrad-Tandem aus der Region Stuttgart bis hier runter in die Provence gefahren sind.
- Interessante Leute 2: Ein holländisches Rentnerpaar, die jetzt 60 Tage mit dem Wohnwagen unterwegs waren und ansonsten viel House- und Haustiersitting machen und so zusätzlich viel rumkommen.
- Abends gegen 22 Uhr vor dem Bulli zu sitzen und vor dem Zubettgehen noch die abnehmenden Temperaturen zu geniessen, während die ganzen Rentner noch zum Stadtfest liefen. Verkehrte Welt! 😉
- Überhaupt bin ich happy, dass die Lise so eine gute Reisebegleitung ist. <3
Gedanke der Woche
Diese Woche hat mich der Newsletter von der Autorin Franziska Jebens sehr inspiriert. Ich liebe ja ihren neuen Roman „Immer am Meer entlang“*, den ich hier bereits empfohlen hatte. In dem aktuellen Newsletter beschreibt sie, dass sie für sich eine neue Form der Revolution entdeckt hat: „Rebellieren. Revolution. Ich habe das immer irgendwie so groß und kohortig, so im Außen, wahnsinnig laut und chaotisch gedacht. Aber so ist es nicht. Nicht nur. Die Rebellion, die Revolution findet in meinem Inneren und jeden Tag statt. Ganz leise, in kleinen Schritten und immer wieder, wenn ich mich dafür entscheide, authentisch zu sein und mich nicht für gesellschaftliche Konventionen und Menschen verbiege. Wenn ich mich gegen People-Pleasing und fürs Nein-Sagen entscheide und wenn ich meiner Wahrheit und meinem Herzen treu bin.“
Ist das nicht schön? Das finde ich einen ganz großartigen Gedanken! Du findest dazu auch einen etwas ausführlicheren Post bei Insta.
Daher lautet mein heutige Frage an dich:
Wo kannst du rebellieren und deiner eigenen Wahrheit treu bleiben?
So, für mich geht es jetzt weiter zum Lac de Sainte-Croix, einem Stausee. Aber darüber berichte ich dann nächste Woche.
Dir wünsche ich jetzt ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für Dich – love & peace!
Deine Maike
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Die Reihe „Glücksmomente der Woche“ ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise!
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein.
*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.
**Für meine Buchempfehlungen verlinke ich zur inhaberinnengeführten Buchhandlung „Seitenreich“ in Dortmund-Huckarde, die auch einen gut funktionierenden Online-Shop haben. Vielleicht magst Du Dein Geld auch lieber dort lassen, als bei dem großen amerikanischen Bücherriesen. Oder gerne auch bei einem anderen inhaber*innengeführten Laden Deiner Wahl. Ich bekomme übrigens für die Verlinkungen nichts, außer vielleicht gutes Karma. 😉
Die Preise schreibe ich zur Orientierung für Dich dahinter. Sie können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Insofern checke den aktuellen Preis noch mal bevor Du es kaufst. Ich aktualisiere die Preise im Nachgang nicht.


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