Ich glaube, grad in diesen schwierigen und unsicheren Zeiten ist es doppelt wichtig gut für sich zu sorgen: Sich Pausen zu gönnen, in sich reinzufühlen und seinen Bedürfnissen Raum zu geben und vor allem auch, Gelegenheiten für kleine Glücksmomente zu schaffen.
Raum für das kleine Glück schaffen
Ich bin davon überzeugt, dass es unerlässlich ist, darauf zu achten, dass wir selber auch in unserem Leben vorkommen. Nicht nur all die To dos erledigt zu bekommen, die sich da so vor uns auftürmen, sondern auch immer wieder Raum für kleine Inseln zu schaffen, in denen wir uns spüren, im Hier & Jetzt sind und in dem wir kleine Freuden erleben können.
Ich selber habe mir mittlerweile so einige Räume geschaffen: Meine Stunde am Morgen mit einem Kaffee im Bett, wenn ich einfach nur da sitze und den Kaffee geniesse, schreibe oder lese, ist mir mittlerweile echt heilig. Ich stelle mir dafür auch aktuell wieder den Wecker, damit ich nicht erst wach werde, wenn Lise raus muss. Mir tut diese Stunde Ruhe für mich so gut, dass ich sie nicht mehr missen möchte.
Auch die Hunderunden mit Lise im Wald geniesse ich total. Oft passiert es mir, dass ich gedanklich schon bei irgendwelchen Dingen bin, die ich später erledigen will oder auch bei irgendwelchen anderen Themen. Dann erinnere ich mich aber daran, dass ich JETZT im Wald bin und den Wald wahrnehmen kann und dann mach ich das auch: Ich achte ganz bewußt auf die Geräusche, höre die Vögel, den Wind und vielleicht auch die Regentropfen, die auf`s Blätterdach fallen. Ich beobachte den Dunst, der aufsteigt, die Sonne, die auf die Blätter scheint oder entdecke auch wundersame, bemooste und schief gewachsene Bäume und erfreue mich daran. Ich rieche den erdigen Waldboden. Und manchmal lehne ich mich auch an einen Baum und fühle die Rinde. Mehr im Hier & Jetzt sein geht dann wirklich nicht.

Auch das Festhalten meines Tages in meinem Kreativ-Journal ist solch ein „heiliger“ Moment für mich. Am Abend die schönen, lustigen und besonderen Momente des Tages zu skizzieren und aufzuschreiben, hilft mir sehr dabei, die schönen Momente des Tages noch mal Revue passieren zu lassen und zu würdigen. Es sorgt dazu für mehr Dankbarkeit: Sowohl beim Aufzeichnen und -malen selbst als auch später, wenn ich noch mal durch das Journal blättere.

Und so gelingt es mir dann auch im Alltag immer mehr, die kleinen, schönen Dinge wahrzunehmen und wertzuschätzen, die mir da begegnen und die mir ein Lächeln ins Gemüt zaubern: Die nette Nachbarin im Treppenhaus zu treffen, das besondere Licht am Himmel wahrzunehmen, ein altes Foto im Schrank zu entdecken und mich kurz an den schönen Erinnerungen zu erfreuen, die Nachricht einer lieben Bekannten, ein leckeres Essen, etc.
Einen weiteren „heiligen“ Moment etabliere ich derzeit nun auch wieder:
Selbstfürsorge: Yoga
In der letzten Woche hatte ich in meinem Impuls der Woche danach gefragt, wie viel du eigentlich selber dafür tust, damit es dir gut geht. Die Frage hat auch bei mir nachgewirkt.
Ich glaube schon, dass ich mittlerweile an vielen Stellen gut für mich sorge: Ich bin zweimal täglich mit Lise im Wald, ich ernähre mich seit einigen Jahren deutlich gesünder (auch, wenn ich immer noch zu viel Schokolade esse), ich habe nach und nach viel Doofes aus meinem Leben entfernt und dafür Gutes reingeholt.
Aber es gibt ein paar gute Gewohnheiten, die sich gerne dauerhaft fester bei mir etablieren dürften. Und so habe ich am Wochenende endlich mal wieder die Yogamatte rausgeholt und die müden Gräten bewegt. Jedes mal geht es mir danach sooo gut und ich frag mich immer, warum mir diese tägliche Routine immer wieder abhanden kommt.
Das heißt, eigentlich weiß ich es ja: In diesen stressigen Phasen, wo so viel Energie im Job geblieben ist, reichte sie einfach nicht mehr, um die gesunden Routinen für mich selbst beizubehalten. Und das, obwohl ja schon 15 oder 20 Minuten am Tag reichen würden. Disziplin braucht halt ein bißchen Restenergie und so hat es da immer wieder gehakt.
Yoga für mich ein wirklich gutes Tool, um Kraft zu tanken. Und so versuche ich mich da grad selber wieder auf einen guten Pfad zu bringen.
Am besten klappt das, wenn ich die neu zu etablierende Routine an eine bestehende dranhänge. Und so gehe ich nun jeden Tag nach der nachmittäglichen Hunderunde auf die Matte. Das tut mir so gut und meine Rückenbeschwerden der letzten Wochen sind fast schon verschwunden. Verrückt, wie einfach das manchmal so ist!

Rein & Raus: Abschied von Twitter
Vor zwei Wochen hatte ich noch gefragt, wie viele Leute hier ausschliesslich über Twitter herfinden. Tatsächlich haben sich nur 3 gemeldet.
Und nachdem Elon Musk jetzt auch noch den hübschen kleinen blauen Vogel gegen das aggressive „X“ ersetzt hat, hab ich entschieden, meinen Account dort tatsächlich zu löschen. Natürlich nicht nur wegen des Vogels. Einfach, weil ich mich dort nicht mehr wohl fühle und nicht mehr Teil dieser Plattform sein will. Ich finde das ausgesprochen schade. Denn Twitter war einst mein Lieblingskanal. Ich habe dort so viele tolle Leute kennengelernt, habe viel wertvolles Wissen dort sammeln können und bin auf viele spannende Events gestossen. Den Account habe ich also mit viel Wehmut geschlossen. Aber manchmal ist das so im Leben und dann fühlt es sich auch gut an, Dinge oder Menschen hinter sich zu lassen, die nicht mehr ins Leben passen.
Und irgendwie denke ich grad, wie sinnvoll ist es doch, 20 Minuten des Tages weniger im Social Web zu verbringen und stattdessen einfach die Zeit für`s Yoga zu nutzen!
Zum Thema Social Media habe ich noch einen Tipp für dich: Leon Windscheid hat sich für Terra Xplore mit der Frage beschäftigt, warum so viele von uns so sehr an unserem Handy kleben und was die Sozialen Medien mit uns machen. Fand ich super spannend. Also, falls du Lust hast, schau mal rein in die 30-minütige Folge „Digital life – bin das noch ich?“.
Vorfreude auf den Herbst
Diese Woche habe ich schon mal ein wenig meiner Vorfreude auf den Herbst gefrönt. Bei dem Wetter vielleicht auch gar nicht so verwunderlich. 😉 Es regnete viel und die Temperaturen waren ziemlich kühl.
Erste Herbstboten sind uns schon auf dem Spaziergang im Wald begegnet, auch wenn es dafür wirklich noch etwas früh ist…

Ich hatte tatsächlich den ersten Abend schon wieder eine Kerze an.

Wie auch immer, ich hab jedenfalls schon mal mein Journal vorbereitet, das mich von September bis Dezember begleiten wird. Darin finden sich nun für die Monate September bis Dezember nun je eine Doppelseite pro Monat für Termine u. ä.

Und ich hab auch schon mal angefangen, eine Bucketlist für den Herbst zu machen. So freu ich mich schon sehr auf diese Jahreszeit, die sowieso eine meiner liebsten ist.

Noch mehr kleines Glück
Was mich sonst diese Woche noch erfreut hat:
- Zu beobachten, wie der kleine Flieder, den ich schon entsorgen wollte, doch noch zwei Dolden bekommen hat und nun wieder Nahrungsquelle für Falter ist.
- Ausgiebige Spaziergänge bei Regen mit Lise im Wald: Die Vögel singen, der Regen tropft laut auf die Blätter und den Boden und der Wald duftet so herrlich erdig.

- Nach einem trüben, regnerischen Tag abends noch die Sonne am Himmel zu entdecken.

- Der Besuch von einem lieben, alten Kollegen.
- Der Besuch von einer lieben Kollegin.
- Ein kuscheliger Nachmittag mit Lise auf der Couch.

Gedanke der Woche
Meine heutige Frage an dich lautet:
Wer bist du, wenn du niemand sein musst?
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für Dich – love & peace!
Deine Maike
*****************************************
Die Reihe „Glücksmomente der Woche“ ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise!
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein.
*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.
**Für meine Buchempfehlungen verlinke ich zur inhaberinnengeführten Buchhandlung „Seitenreich“ in Dortmund-Huckarde, die auch einen gut funktionierenden Online-Shop haben. Vielleicht magst Du Dein Geld auch lieber dort lassen, als bei dem großen amerikanischen Bücherriesen. Oder gerne auch bei einem anderen inhaber*innengeführten Laden Deiner Wahl. Ich bekomme übrigens für die Verlinkungen nichts, außer vielleicht gutes Karma. 😉
Die Preise schreibe ich zur Orientierung für Dich dahinter. Sie können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Insofern checke den aktuellen Preis noch mal bevor Du es kaufst. Ich aktualisiere die Preise im Nachgang nicht.
*** Rezensionsexemplare sind Bücher, die ich kostenfrei vom Verlag oder von den Autor:innen bekomme, weil ich hier darüber schreiben will. Ab und an kommt es vor, dass mir das Buch nicht gefällt und ich es dann hier doch nicht empfehle. Das bespreche ich dann mit der jeweiligen Kontaktperson. Alles, was ich hier empfehle, ist also authentisch und ein echter Tipp.


Schreibe einen Kommentar