Hast du das Gefühl, dass du zu viel Trubel und zu wenig Natur in deinem Leben hast? Dann bist du damit nicht alleine. Unsere moderne Art zu leben, hat uns oftmals von der äußeren und damit auch von unserer inneren Natur abgetrennt. Und so spüren wir oft eine tiefe Sehnsucht ohne genau sagen zu können, was uns eigentlich fehlt.
Mir selbst ging es auch lange so und erst seit ich meinen Weg zurück zur Natur gefunden habe, hat sich das deutlich verändert.
In diesem Artikel erzähle ich dir von meinem eigenen Weg, warum die Natur so eine wunderbare und stets verfügbare Kraft- und Erholungsquelle für uns Menschen ist und was du tun kannst, um da draussen wieder heimisch zu werden.
Unser unnatürliches Leben heute
Immer mehr Menschen leben in Städten mit wenig Grün, umgeben von vielen künstlichen Dingen. Mit den modernen Errungenschaften wie Strom, Heizung und fliessendem Wasser ging auch der natürliche Lebensrhythmus mit den Jahreszeiten fast ganz verloren. Wir können das ganze Jahr über fast alle Lebensmittel kaufen, auf die wir grad Lust haben. Statt auf den Feldern zu arbeiten, sitzen wir vor irgendwelchen Bildschirmen – tagsüber zum arbeiten und abends lassen wir uns davon berieseln.
Dabei sind wir gar nicht für Dauerleistung, Stadtlärm, Netflix und industriell produzierte Nahrung gemacht, sondern dafür, uns draussen zu bewegen und mit den Jahreszeiten zu leben.
Die Errungenschaften der modernen Welt sind natürlich einerseits ein Segen. Und dennoch haben wir uns damit immer mehr von unseren ursprünglichen natürlichen Lebenswelten entfernt. Das hat verschiedene Nachteile für uns und es wäre sehr heilsam, wenn wir hier wieder eine gesündere Balance hinbekommen würden.
Die Natur und ich
Auch ich habe vielleicht einen typischen Weg zurückgelegt. Als Kind wohnte ich mit meinen Eltern direkt in der Natur: Hinter dem Haus war ein riesiges verwildertes Grundstück und daran grenzte der Wald. Wir Kinder waren den ganzen Tag draussen unterwegs: Wir haben Buden gebaut, sind auf Bäume geklettert, haben geschnitzt, sind im Winter Schlitten gefahren und haben einfach viel Zeit draussen verbracht.
Als Erwachsene kam dann eine Zeit in meinem Leben, da war ich so selten im Grünen, dass ich gar keine Idee mehr davon hatte, was ich verpasse. Ich wohnte mitten in der Großstadt und war dort auch total zufrieden. Ich vermisste nichts und war mir sicher, dass mir die Angebote dort – Museen, Restaurants, Events, Kultur und Shops – für`s Leben reichen.
Im Rückblick muss ich sagen, dass ich nie weiter entfernt von mir selbst war als damals, ohne dass ich das zu der Zeit so eingeschätzt hätte.
Irgendwann war ich mal wieder in Oberstdorf. Und dort habe ich irgendwie gespürt, dass in dieser beeindruckenden Natur doch viel mehr auf mich wartet, als ich so dachte.

Und so begann langsam meine Rückkehr ins Draussen.
Mein Weg zurück
2021 kam meine Hündin Lise in mein Leben. Mit ihr war ich nun zwei mal am Tag im Wald unterwegs. Und ich merkte, wie gut mir das tat. Morgens vor der Arbeit zwischen Bäumen unterwegs zu sein, machte mich unglaublich glücklich. Den Sonnenaufgang da draussen zu sehen, Tiere zu beobachten, den Kreislauf der Jahreszeiten zu erleben – all das führte mich wieder viel mehr ins Hier & Jetzt und damit zu mir selbst.
Ich wurde neugierig auf all die Arten, die mir begegneten, wollte mehr Wissen über die natürlichen Abläufe da draussen erlangen und so entschied ich, eine Ausbildung als Naturmentorin zu machen. Dabei lernte ich viel mit dem Kopf und vor allem mit dem Herzen. Ich bin viel aufmerksamer unterwegs. Und ich merkte, je mehr Zeit ich in der Natur verbringe, desto mehr bin ich mit mir im Gleichgewicht.

Kraftquelle Natur
Ich finde meine Kraft in der Natur im wesentlichen über zwei Wege:
- Indem ich mir Zeit und Raum nehme, die Natur bewußt zu erleben, sie zu spüren und Teil von ihr zu werden.
- Indem ich mich immer mal wieder intensiver mit einer einzelnen Art beschäftige und so immer mehr über die Vielfalt der Natur lerne.
Ich finde beide Wege sehr wertvoll. Das klassische Lernen ist das, wie wir Menschen heute meist an neue Themen rangehen: Theoretisches Wissen zu erlangen ist toll, weil wir auch so mehr Zugang zu den Dingen bekommen.
Mindestens genauso wichtig finde ich aber auch, den Kopf zwischendurch mal auszuschalten und ins Spüren zu kommen. Das ist etwas, was vielen von uns ein wenig verloren gegangen ist. Und das können wir in der Natur wieder so gut lernen. So eröffnen sich uns ganz neue Welten, wir werden tief berührt und fühlen Sicherheit und Verbundenheit. Gerade in diesen unruhigen Zeiten kann das sehr heilsam sein.
Das Wiedereintauchen in die Natur bietet uns Ruhe, Erholung und einen guten Resonanzraum für unsere Gedanken. Wir kommen wieder in Einklang mit unserem natürlichen Rhythmus.
Zusätzlich hat der Wald auch handfeste gesundheitliche Wirkungen: Man weiß heute aus seriösen Forschungen, dass der Wald den Blutdruck senkt, das Immunsystem stärkt und Stress reduziert.
Und auch Vogelgezwitscher zu hören, hebt erwiesenermassen die Stimmung und reduziert ängstliche Gedanken.
Und nebenbei spüren wir auch ohne wissenschaftliche Studien, wie gut uns der Aufenthalt im Grünen tut. Vielleicht auch aus dem Grund, den schon Nietzsche annahm:
Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
Friedrich Nietzsche

Draussen unterwegs
Es ist ja jetzt nicht so, als wären wir Menschen nie in der Natur unterwegs. Im Urlaub gehen wir wandern oder fahren ans Meer, was ja alles Natur ist. Häufig dient die Umwelt dann aber nur als schöne Kulisse.
Die gute Nachricht ist: Du kannst dir auch im Alltag jederzeit erholsame Auszeiten bei dir um die Ecke holen. Der nächste Wald ist sicher nicht weit entfernt von dir. Vielleicht hast du einen Park um die Ecke. Oder auch einen Baum vor dem Haus oder Pflanzen auf dem Balkon.
Es braucht dafür weder viel Zeit noch Geld, noch eine besondere Ausrüstung. Es reichen oft schon wenige Minuten und ab und an mal ein, zwei Stündchen.
Erlebnisse intensivieren
Geh raus und halte dich draussen auf. Bummel langsam durch die Natur statt im Stechschritt Meter machen zu wollen. Lass dich irgendwo nieder und schau, was du wahrnehmen kannst. Sei aufmerksam auf das, was sich dir da draussen bietet. Nimm das Draussen mit allen Sinnen wahr.
Du entdeckst vielleicht plötzlich Pflanzen, die dir zuvor nie aufgefallen sind. Du lässt dich von den ersten Blüten des Jahres verzaubern. Verfolgst das Wachsen der Blätter. Riechst den intensiven Duft des Holunders. Stolperst ertmalig über spannende Pilze.

Vielleicht hast du zwischendurch auch das Glück ein Tier beobachten zu können? Vielleicht hüpft ein Vogel vor dir vorbei, den du noch nie gesehen hast. Oder du kannst einen Buntspecht dabei beobachten, wie er seine Jungen in der Baumhöhle füttert. Möglicherweise läuft ein Hase hinten durch`s Farn. Oder ein fancy Käfer krabbelt gemächlich an dir vorbei.
Ich durfte vor einiger Zeit einen Rehbock aus nächster Nähe beobachten. Das hat mich so glücklich gemacht und ich trage solche magischen Erlebnisse fest im Herzen.

Da draussen kommen wir wieder ins Spüren: Wir fühlen die Sonne, die im Frühling unsere Haut wärmt. Der Wind, der im Sommer um unsere nackten Beine weht. Wir saugen die leuchtenden Blätter auf, die der Herbst uns schenkt. Im Winter freuen wir uns über die Schneeflocken, die vor unserer Nase tanzen.
Letztlich geht es darum, durch die Verbindung zur Natur innerlich wieder ruhiger zu werden, mehr in unsere eigene Mitte zu finden und uns selbst wieder zu spüren.
Oft denken wir, wir haben die Zeit nicht. Aber ich würde behaupten, wir sitzen fast alle zu viel Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen, ohne dass wir uns da wirklich erholen. Ich könnte mir vorstellen, dass du da ab und an mal 20 Minuten abzwacken kannst. 😉
„There is no WiFi in the forest, but you will find a better connection.“
Fang direkt an
Was meinst du, wie wäre es, wenn du jetzt entscheiden würdest, die nächsten Tage mal ein, zwei Natur-Einheiten in dein Leben zu holen?
Ich hab hier zwei kleine Impulse für dich:
- Schau doch mal, wo du dir direkt heute noch einen kurzen Kontakt mit der Natur holen kannst. Nur 3 Minuten, in denen du das Smartphone beiseite legst und mal schaust, wo dich überall Natur umgibt: Vielleicht der Baum gegenüber oder auch die Wolken am Himmel. Nimm einfach wahr, was du in der Natur beobachten kannst: Wie verändert sich das Licht? Was bewegt sich?
- Und dann mach dir innerhalb der nächsten Tage direkt mal eine verbindliche Verabredung mit dir selbst für die Natur. Such dir einen kleinen Zeitslot von vielleicht 30 Minuten aus. Vielleicht auf dem Rückweg von der Arbeit, nach einem anstrengenden Termin, vor dem Sport o. ä. Geh in dieser Zeit in den nahegelegenen Stadtpark, in den Wald oder in die Felder. Gehe so weit, dass du ganz in der Natur ankommen kannst. Und dann setz dich auf einen Baumstamm o. ä. oder lehne dich an einen Baum. Sei dann einfach mal nur da und nimm wahr. Was siehst du um dich herum? Was hörst du? Kannst du etwas riechen? Was zieht deine Aufmerksamkeit? Ist es ein Detail oder das große Ganze? Folge deiner kindlichen Neugierde und betrachte die Dinge. Oder schliesse die Augen und höre zu. Was auch immer es ist: Lass dich einfach treiben.
Und wenn du zunächst unruhig bist, ist auch das okay. Dann schau, ob es vielleicht einfacher für dich ist, langsam durch die Natur zu schlendern und im Gehen deinen Wahrnehmungen zu folgen.
Probier es einfach mal aus. Schau, wie es dir damit geht. Manchmal ist der Kontrast vom stressigen Alltag zum Abschalten in der Natur etwas groß. Dann bleib einfach dran. Du wirst sehen, es wird von Mal zu Mal einfacher.
Mein Angebot für dich
Du kannst dir diese Naturzeiten natürlich einfach selber gestalten. Vielleicht ist es aber leichter für dich, wenn du dafür konkrete Anleitungen bekommst und zwischendurch immer mal wieder erinnert wirst, dass du mehr Natur in dein Leben holen möchtest.
Dann könnte mein Programm „Deine Naturzeit“ etwas für dich sein.
Bei der Naturzeit bekommst du für kleines Geld jeden Monat einen ganzen Schwung wertvolle Impulse, mit denen du wieder öfter raus in die Natur kommst – ganz in deinem eigenen Tempo und zu den Zeiten, wenn es für dich passt. Du wählst dir die Inspirationen aus, die dich ansprechen, ganz ohne Druck.
Du erhältst jeweils zum Monatsbeginn:
- Eine Übersicht zum jeweiligen Monat. Damit kannst du dich gut in die aktuelle Jahreszeit und ihre Qualität einstimmen. Du wirst achtsamer für all das, was du da draussen entdecken kannst.
- Ein paar kleine Ideen, wie du dich auch zwischendurch im vollen Alltag mit der Natur verbinden kannst. Das hilft dir auch an stressigen Tagen, dich wieder zu erden.
- Praktische Anleitungen, wie du längere Aufenthalte da draussen von etwa 1 bis 2 Stunden auf eine neue, intensivere Art gestalten kannst.
- Dazu immer wieder Tipps, wie du auch tatsächlich in die Umsetzung kommst und diese nährenden Zeiten auch in einem vollen Kalender unterbringen kannst.

Wenn du Lust hast, probiere es gerne mal aus und gönne dir selbst diese erholsamen Auszeiten in der Natur!
Ich freu mich auf dich!
Deine Maike



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