Bereits 2017 habe ich hier darüber geschrieben, wie wertvoll es ist, dafür zu sorgen, möglichst viele Glücksmomente zu erleben und aktiv wahrzunehmen. Seitdem schreibe ich fast jede Woche meine Glücksmomente auf und teile sie am Samstag hier.
Klartext
Derzeit sieht es bei mir allerdings grad ziemlich mau aus. Mich hat leider wieder eine Erschöpfungsdepression beglückt und so hänge ich grad ziemlich in den Seilen. Einen Burnout hatte ich 2011 schon mal und hatte eigentlich gedacht, ich wäre gut gewappnet. (Darüber hab ich auch hier geschrieben.)
Da lag ich aber wohl leider falsch. Tja, nun ist sie da und ich muss halt damit umgehen. Da machste ja nix. Wie sagte schon der schlaue Dalai Lama:
„Nichts ist entspannender als anzunehmen, was kommt.“
Offen gesagt, damit hab ich mich die letzten Wochen ziemlich schwer getan. Aber es nützt ja nichts. Wenn ich mich selber noch dafür doof finde, dass ich jetzt krank bin, hab ich ja schon zwei Probleme. 😉
Nun habe ich mir mit Ärztin und Therapeut ein anständiges Programm gestrickt, das mir helfen wird, da wieder raus zu kommen. Und ich bin mir sicher, dass es auf dem Weg wieder viele wertvolle Erkenntnisse für mich geben wird.
Ich habe mich gefragt, ob ich die Glücksmomente noch mal pausieren will, habe mich aber dagegen entschieden. Denn auch wenn sie grad vielleicht nicht so lebendig ausfallen wie sonst, hab ich nach wie vor Freude daran, sie aufzuschreiben. Denn es gibt auch in Phasen wie diesen die guten Momente, die es wert sind aufgeschrieben zu werden. Für mich haben mein Kreativ-Journal und die Glücksmomente fast einen therapeutischen Effekt. Und so schreib ich einfach weiter. Und ich hoffe, dass du trotzdem auch weiter Freude dran hast.
Immer noch und immer wieder: Herbst-Liebe
Ich liebe den Herbst wirklich sehr. Und seit die Lise da ist und ich jeden Tag zweimal mit ihr im Wald unterwegs bin, liebe ich den Herbst noch viel mehr.
Ich bin so dankbar, dass ich durch die Hunderunden wieder viel mehr im Einklang mit den Jahreszeiten lebe.
Im Moment geniesse ich natürlich die sonnigen Tage, an denen das bunte Laub auf den Bäumen mit der Sonne um die Wette leuchtet.

Aber auch die trüben Tage sind wunderschön. Die Bilder vom Morgenspaziergang letzte Woche mit der mystischen Stimmung haben sich total in mein Gedächtnis eingebrannt.

Aber auch an „normalen“ Tagen durch den Wald zu laufen und zu beobachten, wie der Wind die bunten Blätter aus den Bäumen langsam auf den Boden segeln lässt, erfreut mich jedes Jahr wieder von neuem.
Um die Ecke zu biegen und dort zu sehen, wie der Tau auf Gras und Farn funkelt wie Diamanten. Und die Spinnweben glänzen dabei in der Sonne. Wunderschön!
Diese Woche ist mir einen Morgen, als ich durch den Wald lief, der Fruchtbecher der Bucheckern in die Kapuze gefallen. Der ist jetzt Teil meiner Herbstdeko auf dem Esstisch.

Es gibt einfach draussen so viel zu entdecken, wenn man aufmerksam durch die Natur geht. Sich mal alleine auf den Weg zu machen und nicht beim Quasseln mit anderen abgelenkt zu sein, kann ein besonderes Wochen-Highlight sein. Oder du gehst mit jemandem, der ebenfalls Lust hat, die Natur zu entdecken und Ihr teilt, was Ihr seht. Beides kann total bereichernd sein. Und das schöne daran: Es kostet gar kein Geld. 😉
Anderen eine Freude machen
Diese Woche habe ich wieder gehäuft erlebt, wie schön es ist, anderen eine Freude zu machen bzw. selbst eine gemacht zu bekommen. Auch, wenn wir oft vielleicht gar nicht wirklich mitbekommen, dass wir anderen Freude bereiten, kommt sie oft doch an.
Ich habe diese Woche verschiedene Beispiele erlebt:
- Bei uns in der Straße wird eine Baumscheibe sehr liebevoll von einer Nachbarin gepflegt, die ich aber nicht kenne. Bislang bin ich immer daran vorbei gelaufen und habe mich über das hübsche Beet gefreut. Diese Woche war sie zufällig grad zum giessen da, als ich vorbei lief. Ich hab ihr spontan gesagt, dass ich mich immer sehr über das hübsche Beet freue, wenn ich vorbei gehe und hab ihr gedankt. Darüber hat sie sich wiederum gefreut. Win-Win!
- Im Wald lasse ich die Lise immer neben mir absitzen, wenn uns Fußgänger oder Radfahrer entgegen kommen. Bei der wilden Lise bin ich sonst nicht sicher, ob sie die Leute nicht doch freudig anspringt. Viele gehen bzw. fahren halt einfach vorbei, aber ein Radfahrer strahlte mich an und bedankte sich bei mir. Das hat mir gute Laune gemacht.
- In Herdecke im Wald hat jemand einen kleinen Garten angelegt, den er liebevoll pflegt. Jedes mal, wenn ich da oben unterwegs bin, freu ich mich total, dass er sich da so viel Mühe für die Tiere und die Menschen gibt.

- Den bemalten Stein vom Titelbild hab ich auch da oben am Nacken entdeckt. Auch der hat mir ein Lächeln ins Gesicht gebracht.
Und ich glaube, gerade in diesen eher schwierigen Zeiten lohnt es sich, kleine Gesten zu zeigen und so ein bißchen Sonne zu verteilen. Du musst ja nicht gleich einen Garten anlegen, aber ein freundlicher Gruß, ein Kompliment oder auch ein Danke macht letztlich beiden Freude – dem Sender und dem Empfänger.
Übrigens mag ich da auch gerne noch mal auf meinen älteren Beitrag Kindness rules hinweisen, da hab ich viele Ideen zusammengefasst, wie wir mit kleinen Dingen mehr Freundlichkeit in die Welt bringen können.
Vorfreude auf die dunkle Zeit
Und tatsächlich freu ich mich gerade sehr auf den November und Dezember. Die Gemütlichkeit, die grad wieder einzieht, mag ich zum Jahresende immer sehr.
Entspannte Vorbereitungen für die Weihnachtszeit
Es sieht zwar aus, als wäre es noch lange hin, aber das stimmt ja gar nicht. Heute in 8 Wochen ist schon Heiligabend. Und für viele ist die Vorweihnachtszeit immer ziemlich stressig. Daher habe ich vor Jahren mal einen Zeitplan für eine entspannte Weihnachtszeit geschrieben, der dabei helfen soll, die To dos zu entzerren. Den findest du hier.

Ich selber war früher in der Vorweihnachtszeit auch oft gestresst. Und so war so gut wie kein Raum mehr für das, was ich an dieser besonderen Zeit so liebe: Gemütlichkeit, schöne Weihnachtsfilme ansehen, Weihnachtsbücher lesen, entspannt backen, Zeit mit den Liebsten verbringen, lange Winterspaziergänge, etc.
Mittlerweile ist das anders: Ich habe in den letzten Jahren vieles minimalisiert, was mir früher in der Vorweihnachtszeit Stress gemacht hat:
- Wir schenken uns keine Geschenke mehr und freuen uns einfach darüber, wertvolle Zeit miteinander zu verbringen.
- Backen und ähnliches mach ich nur noch in dem Mass, wie ich auch wirklich Lust drauf habe.
- Ich habe realisiert, dass die Weihnachtszeit zu kurz ist, um alles unterzubringen, was an mich ran getragen wird. Also priorisiere ich aktiv, was ich tun will und lasse das sein, was mir zu viel wird.
- Ich achte bewußt darauf, statt wie früher das Tempo zum Jahresende noch mal anzuziehen, es ab November eher zu reduzieren. Daher starte ich nach Möglichkeit keine neuen Projekte mehr und sehe zu, dass ich die noch laufenden Dinge erst mal zu Ende bringe. Und ich prüfe auch, ob wirklich alles noch in diesem Jahr erledigt werden muss oder ob es nicht doch Zeit bis zum nächsten hat.
Diese Veränderungen waren nicht immer ganz einfach, aber ich stelle fest, jede Kleinigkeit hilft und ich profitiere heute total von allem, was ich im Laufe der Jahre reduziert habe.
Wie voll auch immer deine Vorweihnachtszeit ist, mein Artikel mit dem entspannten Zeitplan wird dir helfen, die Dinge mit genügend Puffer anzugehen, so dass noch genug Zeit für schöne, gemütliche Dinge bleiben wird.
Und zusätzlich gibt es morgen früh einen überarbeiteten Artikel, in dem ich Alternativen zu den Geschenkeschlachten an Weihnachten aufzeige und einen ganzen Schwung schöner und wie ich finde sinnvoller Geschenke für die Weihnachtszeit zusammengestellt habe. Zum Artikel geht es hier.
Rein & Raus
Buch „Dezember Journal“ von Theresa Baumgärtner
Passend zur Weihnacht ist diese Woche das neue Buch der Autorin und Hotelbesitzerin Theresa Baumgärtner bei mir eingetrudelt (selbst bestellt und bezahlt).
Theresa hat ein Buch für den Dezember gemacht, das „Dezember Journal“. Darin finden sich wunderschöne Inspirationen zum Kreativsein (Basteln, Malen, Lettering), zum Kochen und Backen sowie Gedichte und Geschichten. Für jeden Tag im Dezember gibt es Inspirationen und auch Raum für eigene Ideen. Ich finde, ein ganz wundervolles Buch für die schöne Weihnachtszeit.
>>> Theresa Baumgärtner: „Dezember Journal“ (25 €)**

Buch „Nächte zwischen der Zeit“ von Christoph Frühwirth
Vor kurzem habe ich mir das Abo des österreichischen Magazins Carpe Diem gegönnt, ein schönes Magazin rund um ein gutes und erfülltes Leben. Entdeckt hab ich es vor einigen Wochen per Zufall; ich war zunächst auf deren Podcast gestossen und darüber auf das Magazin. Ich mag beides sehr gerne. Die Inhalte sind sehr inspirierend und als Kind, das fast alle Urlaube in Österreich verbracht hat, freue ich mich so sehr darüber, Texte mit vielen österreichischen Vokabeln zu lesen.
Jedenfalls gab es zu dem Abo ein Geschenk und ich hab mir das Buch „Nächte zwischen der Zeit“ von Christoph Frühwirth ausgesucht. In dem Buch geht es um die Rauhnächte, die ja schon bald wieder anstehen. Es werden alte Traditionen und Bräuche beschrieben, die in den Rauhnächten zuhause sind. Dazu gibt es verschiedene Geschichten und Sagen.
Ich hab das Buch angelesen und freue mich jetzt schon darauf, es während der Rauhnächte „richtig“ zu lesen.
>>> Christoph Frühwirth „Nächte zwischen der Zeit“**

Auf die Rauhnächte freu ich mich auch schon wieder sehr. Sie geben mir seit einigen Jahren einen schönen Rahmen für eine Auszeit vom quirligen Alltag. Falls du mehr darüber wissen willst, findest du hier meinen Artikel dazu.
Servicetipp: Uhrenumstellung
Eigentlich hatten sich die EU-Bürger*innen ja für die Abschaffung der Uhrenumstellung ausgesprochen und das Parlament hatte es auch so beschlossen. Da man sich aber nicht darauf einigen kann, ob dauerhaft die Sommerzeit oder die Winterzeit gelten soll, scheint es da nicht wirklich voran zu gehen und wir stellen morgen wieder die Uhren auf Winterzeit, also Normalzeit, um.
Wie jedes Jahr stellen wir am letzten Sonntag im Oktober die Uhren um 3 Uhr morgens auf 2 Uhr zurück und dürfen damit eine Stunde länger schlafen. Es wird also morgens eine Stunde eher hell und dafür am Abend eine Stunde früher dunkel. Heute, am 29. Oktober geht die Sonne in Dortmund noch um 8:18 Uhr auf und um 18:08 Uhr unter. Morgen, am 30. Oktober wird es dann um 7:19 Uhr hell und um 17:06 Uhr dunkel. Es beginnt also die dunklere Zeit.
Und tatsächlich sind wir gefühlt gar nicht mehr so weit vom kürzesten Tag entfernt: Wintersonnenwende ist am 21. Dezember. Da geht die Sonne dann hier um 8:33 Uhr auf und um 16:22 Uhr unter.
Gelesen, geguckt, gehört
Buch „Im Einklang mit dem Jahreskreis“ von Anne-Maria Apelt und Nicole Schweiger
Auf dieses Buch war ich durch die letzte Podcastfolge von Barfuß + Wild gestossen. Neulich noch hatte ich nach einem Herbstbuch oder einem Jahresbuch mit schönen Anregungen gesucht und dann wurde es mir in einem meiner Lieblingspodcasts präsentiert. 🙂
Die beiden Autorinnen widmen jedem Monat ein Kapitel. Und darin beschreiben sie die Qualität des jeweiligen Monats. Dazu gibt es viele schöne Anregungen, die mir total Lust machen, dem nachzugehen.
Für den November regen sie z. B. an, einen Nebelspaziergang zu machen und beschreiben sehr schön, auf was man da draussen alles achten kann, was mir sonst vielleicht gar nicht aufgefallen wäre. Neben dem gibt es noch Inspirationen zum Räuchern, ein Licht für andere zu sein und viele weitere schöne Ideen.
Mir gefällt es total gut!
>>> „Im Einklang mit dem Jahreskreis“**

Noch mehr kleines Glück
Was mich sonst diese Woche noch erfreut hat:
- Den ersten Rosenkohl der Saison zu essen. Mein Lieblingsrezept mit Äpfeln, Honig und Orangen findest du hier.)
- Ein paar Blümchen aus dem Supermarkt mitgenommen zu haben.
- Immer wieder: die stets gut gelaunte Lise.
- Den ersten Kinder-Schokonikolaus geköpft zu haben. Ich liebe sie einfach und freu mich immer, wenn sie wieder verfügbar sind!
Gedanke der Woche
Meine heutige Frage an dich lautet:
Wie kannst du heute gut für dich sorgen?
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Glücksmomenten!
Alles Liebe für Dich – love & peace!
Deine Maike
P.S. In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal an meine Spendenaktion erinnern. Anlässlich meines 50. Geburtstages im August habe ich eine Spendenaktion für die Neven Subotic Stiftung angelegt, die Menschen in Äthiopien, Kenia und Tansania Zugang zu sauberem Wasser verschafft. Wenn Du also ein paar Cent übrig hättest, würde ich mich sehr freuen, wenn Du etwas beiträgst. Vielleicht auch als kleines Danke an mich für meine Beiträge hier auf dem Blog. 😉
Und auch wenn das von mir gewählte Spendenziel in Höhe von 1.000 € schon erreicht ist: Hier ist unser Geld gut angelegt. Also sammel ich fleissig weiter. 🙂
>>> HIER GEHT´S ZUR SPENDENAKTION

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Die Reihe „Glücksmomente der Woche“ ist durch Anregung von Denise von Fräulein Ordnung entstanden. Sie fasst jeden Samstag in einem Artikel zusammen, was sie diese Woche glücklich gemacht hat. Eine schöne Idee! Und alle, die Lust haben, mitzumachen, verfassen einen eigenen Artikel und verlinken diesen dann bei ihr. Herzlichen Dank für die schöne Anregung an Denise!
Wenn Du mehr zum Thema Glücksmomente lesen willst, dann schau doch in meinen Artikel Auf der Spur zu den Glücksmomenten im Leben rein.
*Ich mache keine Kooperationen mehr und bekomme so kein Geld dafür, wenn ich Dir etwas empfehle. Bei alten Artikeln habe ich das im Text entsprechend benannt, damit Du immer siehst, wo ich eine Gegenleistung bekommen habe. Unabhängig von einer Einladung oder Gegenleistung empfehle ich Dir aber nur, was ich selber auch empfehlenswert finde.
**Für meine Buchempfehlungen verlinke ich zur inhaberinnengeführten Buchhandlung „Seitenreich“ in Dortmund-Huckarde, die auch einen gut funktionierenden Online-Shop haben. Vielleicht magst Du Dein Geld auch lieber dort lassen, als bei dem großen amerikanischen Bücherriesen. Oder gerne auch bei einem anderen inhaber*innengeführten Laden Deiner Wahl. Ich bekomme übrigens für die Verlinkungen nicht, außer vielleicht gutes Karma. 😉
Die Preise schreibe ich zur Orientierung für Dich dahinter. Sie können sich natürlich im Laufe der Zeit verändern. Insofern checke den aktuellen Preis noch mal bevor Du es kaufst. Ich aktualisiere die Preise im Nachgang nicht.


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